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Tötend Schweigen

Tiefste Angst

Dem Kinde

Grausam eingeflößt

Bösem Blicken

Und jähem Zorn

Entsprungen

Einst dem Kinde stahlen

Seines Herzens Schmerzens

Mit des Mundes Worte

Seinen Ausdruck zu verleihen

Nur möglich zu sagen

Was bösen Blick und jähen Zorn

Nicht aus dem Käfig lässt

 

Groß und größer

Wird die Not

So innen muss das Kind

Sein Herz verschließen

 

Es noch aus dem Jenseits spricht

Ob seiner und Eurer Not

„Alles in Ordnung“

Macht alles tot

 

Und obgleich das Herz

Wird niemals ruh´n

Groß geworden

Vergissest Du

Wie´s war als Kind

Wirst Du´s selber tun

 

Es ist nicht das Kind

Das alleine und verlassen

In großer Häuser Räume

Nicht lasset ein und aus

 

Des Herzens Häuser Schlüssel

Liegt kalt unter DEINEM Kissen

 

All des Kindes rufend Worte

In den endlos Räumen

Weiterhin

Nie gehört

Verhallt

 

Wehe dem

Der des Kindes Stimme kennt

Und das Kind beim Namen nennt

Just der Großen Menschen

Tun und Denkens Schergen

Diesen an den Galgen hängt

 

Doch wird nie

Des Herzens Ruf verklingen

Geht das Kind auch noch so lang

In dunkler Hallen Tiefen

Alleine und verlassen

voller Bang

Lieder singen

 

Nie werd´ ich

Im tötend Schweigen ruh´n

 

 

Was die Angst in tiefe Hallen zwingt

Nur die Lieb´ zum Lichte bringt

Braucht es dennoch Mut

Bis das Schloss

Den Schlüssel warm am Herz

Just vom Gitter springt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von |2022-01-11T09:43:17+02:0011.01.2022|Allgemein|2 Kommentare

Angst oder Liebe

Keine noch so große Dimension

In den unendlichen Weiten des Kosmos

Vermag die Entfernung

Zwischen dem Leben in Liebe

Und dem in von Menschen

Geschaffenen Mythen

Zu beschreiben

 

Im Mythos ist ANGST

Die alles durchdringende Kraft

In der WIRKLICHKEIT

Des Menschseins

Ist es die LIEBE

 

Der Angst folgt Trennung

Der Liebe folgt

VERBUNDENHEIT

 

Der Glaube an die

Menschengemachten Mythen

Ist wie der Glaube im Mittelalter

Dass die Erde eine Scheibe ist

Von der man fällt

In ewige Verdammnis

Überschreitet man ihre Grenze

 

Und die schwierigsten Mythen

Sind die Eigenen

Die, an die zu halten man

In tiefster kindlicher Not

Einst zu lernen hatte

Oder starb

Doch das Leben will leben

 

Alternativen

Standen dem Kind

Nicht zur Verfügung

 

Leben im Mythos

Wird unweigerlich

Wieder Mythen erzeugen

 

In jeder noch so kleinen

Situation in seinem Leben

Wählt man – meist unbewusst

Immer einen von 2 Wegen:

Den der Angst

Oder den der Liebe

Sie besitzen keinerlei

Berührungspunkte

 

Ein Leben in Liebe zu leben

Zuvor noch in den Mythen zuhause

Wird unweigerlich

All der Mythen

Ängste in Bewegung setzen

 

Es ist ein langer

Und oft sehr beschwerlicher Weg

Aus der Welt der Mythen

In die Welt der Liebe zu gelangen

Und doch kann der Weg

Gegangen werden

 

Ein Leben in Liebe zu leben heißt

ALL seine Ängste

Als Kind zu überwinden

Hinter sich zu lassen

 

Dies ist nur den Großen

Niemals unseren Kindern

Ob innere oder äußere

Möglich

Sie wurden und werden von UNS

In diese Ängste des Mythos

gezwungen

 

Ohne UNS

Ohne uns Großen

Sind unsere Kleinen

Weiterhin verloren

 

Doch ALLE sind

UNSERE Kinder

Das Kostbarste und Schönste

Aus Mutters Erde Schoss

 

 

 

 

 

 

 

 

Von |2021-12-12T16:23:36+02:0012.12.2021|Allgemein|1 Kommentar

Reise ohne Wiederkehr

Wieder und wieder

Bahnt Angst des Jungen in mir

Sich den Weg durch Widerstand

Und nicht fühlen wollen

Nach oben

 

Wieder und wieder

Packen mich so

Des Grauens eisigkalter Hände

Mit unerbittlich gnadenlosem Griff …

 

… und doch

Mehr und mehr

Eilt mir abgrundtiefe Liebe

Zeitengleich zu Hilfe

Und hüllt den Jungen

In ihre warm weich sanften Hände

Friedlich schläft er ein

In Geborgenheit der Liebe

Schützend Hände

Der Junge heilt im Schlaf

Um im Paradies der Liebe

Seine Augen ganz erneut zu öffnen

Zuhause

Wo stets er immer war

Wo unser aller WESEN

WAHRHEIT ist …

… und ich erinnere mich wieder

An die WIRKLICHKEIT

Die oft so tief verborgen

Hinter meiner Kindheit

Fürchterlicher Mythen

Mit all ihren Ängsten

Und all der Verlassenheit

 

Liebe fließt in meine Hand

Welch ein Geschenk

Mich selbst

In der Lieb` geborg´nen

Händen zu halten

 

Weiter geht die Reise

In die Tiefe

In das Leben des Jungen von damals

Angst und Schrecken

Sind mir oft dabei Begleiter

Und der Wunsch

Es möge endlich enden …

 

… und doch

Ich kenne nichts Schöneres

Was die Liebe je hervorgebracht

Als diesen Jungen

Sein Lächeln und sein Glück

Seine Augen sind das Tor zur Unendlichkeit

Die er all die Jahre

Nie verließ

 

So geht die Reise weiter und weiter

Tiefer und tiefer

Unaufhörlich zieht die Liebe

Mich weiter in die Tiefe des Ozeans

Ich verliere jede Absicht

Mich dem zu widersetzen

 

Und ich weiß

Dass ich in diesem Meer von Liebe

Ertrinke

 

Die Reis´ zur Lieb´

Ist ohne Wiederkehr

Von |2021-11-25T08:52:15+02:0025.11.2021|Allgemein|0 Kommentare

Systemabsturz

Bin ich tot?

Ich weiß, dass ich es nicht bin

 

Doch hat ein „Systemabsturz“ gerade eben

Teile in mir lahmgelegt

Vor allem wohl solche, deren Funktionieren

Mir ein Gefühl (m)einer Identität gibt

Denn da ist grad nur Leere

 

Jetzt fühle ich grad annähernd nichts

Was überhaupt ist „fühlen“ …

 

Was ich vielleicht fühle

Ist so etwas wie Leblosigkeit in mir

Oder Leere

„Tot“ bin ich dabei nicht

 

Und selbst die Gefühllosigkeit

Fühlt sich nach etwas an

Wie ein Zustand

Von dem aus es nicht mehr weiter geht

Also doch wie eine Art Tod

In einem „anderen Zustand“ könnte es weitergehen …

Ich weiß es nicht

 

Und denke unwillkürlich an die „Mansche“ in der Schmetterlingspuppe:

im „Zustand der Raupe“ ist das Leben vorbei

Das Leben im „Zustand des Schmetterlings“ geht jedoch weiter

Überhaupt erst los …

 

Fühlt sich also so der „Mansche“-Zustand einer Metamorphose an?

Wie ein „Systemabsturz“?

Wie der Verlust (s)einer Identität?

 

Vielleicht

 

Es ist, als hätte jemand einen

Resetknopf meiner Identität gedrückt

Und „mich“ so irgendwie „lahmgelegt“

 

Was ganz und gar nicht lahmgelegt ist

Ist meine Wahrnehmungsfähigkeit des Ganzen

Mein BEWUSSTSEIN

 

Wie Tote sich angeblich manchmal von außen

Leblos auf dem OP Tisch liegen sehen

Sieht mein Bewusstsein weiter

Den „funktionslosen“, wie ein „Roboter im Standby“

Befindlichen Körper

Dessen Identität verloren ging

Ohne diese „Software“ weiß er nicht mehr

Was tun

 

Früher zutiefst erschrocken

Spüre ich jetzt eine Faszination in mir

Ob dieser momentanen Erscheinung

 

Was „treibt“ mein Organsimus da nur?

Wohin führt er mich?

 

Derweilen schau ich weiter

Einfach seelenruhig zu

Ohne Angst

Ohne Schmerz

Völlig ruhig

Zeitlos

 

Offen und neugierig

Was da kommen mag …

Von |2021-11-17T18:02:47+02:0017.11.2021|Allgemein|0 Kommentare

Altes macht Altes

Die Verhaltensweisen

Die man als Kind als Reaktion auf das erlebte Außen

Insbesondere auf Trennung, Verletzung, Lieblosigkeit …

Erlernte … erlernen musste

Sind wie ein schützender Gipsabdruck

Des Außen von damals

 

Mit diesem begegnet man fortan der Welt

Und presst so auch all das Neue

Wieder in das eigene Alte

Man reproduziert so im Außen insbesondere

Trennung, Verletzung, Lieblosigkeit …

 

Jedes Handeln trägt seine „Form im Außen“ bereits in sich

Wie ein Same den ganzen Baum

Das Außen ist die sichtbare Wirkung des Innen

Sind meine Handlungen in Liebe

Ist Liebe die Wirkung und Form im Außen

Entstammen meine Handlungen

Meinem Gipsabdruck

Folgt im Außen die Entsprechung

 

Für die Wirkung einer Handlung

Spielt es keine Rolle

Ob die Handlung bewusst

Oder unbewusst erfolgte

Die Wirkung ist dieselbe

 

So liegt eine große Herausforderung darin

Zunächst von Unbewusstheit zu Bewusstheit zu gelangen

Noch sehr viel mehr Mut braucht es

Die Gipsmaske sodann vom Gesicht zu nehmen

Um so der Welt

Wieder freien Auges begegnen zu können

Wie einst als noch unbeschadetes Kind

 

Dies nimmt Dir wahrlich Deinen Schutz

UND ermöglicht Dir

Deine Welt

Nun NEU zu gestalten

Von |2021-11-17T10:22:12+02:0017.11.2021|Allgemein|1 Kommentar

Die Großen und die Kleinen

Ob alleine, als Paar, als Familie oder in Gemeinschaft, es zeigt sich mir das Bild bei jeder dieser „Lebensformen“ immer auf ähnliche Weise „zweigeteilt“:

 

da sind die „Großen“, wir „Erwachsenen“, die ich erst mal lieber „Ausgewachsene“ nenne.

Und die „Kleinen“, die Kinder. Äußere wie Innere.

 

Damit aus den „Kleinen“, den Kindern wirklich GROSSE, also wirklich ERWACHSENE werden können, braucht es weitaus mehr, als uns „Großen“ als „Kleine“ gegeben wurde.

So wurden wir zwar (biologisch) ausgewachsen, doch sind wir nur teilweise als Mensch erwachsen. „Mensch geworden“, nennt es Osho.

 

Es gibt viele Menschen, die wirklich gut, liebevoll und einfühlsam für andere da sein können und dies auch oft rührend tun. Mit sich selbst tun sie sich dabei jedoch oft schwer. Meist ist hier sogar genau das Gegenteil der Fall: für sich selbst sorgen sie oft ausgesprochen schlecht.

 

Es ist ein Phänomen, das man sehr oft beobachten kann, auch bei Paaren, in Familien, in Gemeinschaft.

Dies kommt daher, dass auftauchende Emotionen eines anderen einen eher nicht oder wenig selbst direkt betreffen und man sie so auch nicht „aushalten“ muss – man kann mitfühlend und voller Liebe, die man ja in sich trägt, mit ihnen und dem Menschen mitgehen.

Anders bei den eigenen Emotionen, die – weil in einem selbst tief verbunkert und verankert – beim „Hochsteigen“ oft heftige Reaktionen in einem selbst auslösen.

 

 

Das heißt, viele Menschen haben grundsätzlich viel Liebe und ein tiefes Einfühlungsvermögen für andere, oft jedoch nicht für sich selbst.

 

So kam – genährt aus jahrelanger Arbeit mit dem Inneren Kind, meiner Arbeit in der Natur und einer erst selbst erlebten Erfahrung – in mir das im Folgenden beschriebene Bild auf.

 

Die grundlegende Voraussetzung für diesen Ansatz ist dabei, dass beide Menschen bei einem Paar bzw. alle in einer Gemeinschaft, diese grundsätzliche Empathie und Liebe besitzen bzw. nicht „verbarrikadiert“, also Zugang dazu haben.

Was auch oft NICHT der Fall ist.

 

Es ist ja auch erst einmal nur ein Modell (wie das des Inneren Kindes), bei dem ich jetzt von der obigen, erfüllten Voraussetzung ausgehe.

Und ich gehe auch davon aus, dass es hierbei ausschließlich darum geht, dass „Große“ sich um „Kleine“ kümmern, für sie DA sind.

Wenn nun die einzelnen Menschen mit Empathie zwar andere liebevoll begleiten können, doch (noch) nicht so ganz sich selbst, drängt sich für mich das Folgende auf.

 

Noch eine „Vorgabe“:

einen „Großen“ liebevoll begleiten „braucht“ es nur dort, wo er entweder körperlich krank ist (was hier nicht interessieren soll) oder wo er auf einer kindlichen Ebene (wo sein Inneres Kind) weiter verletzt und bedürftig und der „Große“ insofern noch nicht erwachsen ist. Vorausgesetzt natürlich, er will das.

 

Ich betrachte jetzt der Einfachheit halber ein Paar …

… und sehe so (mindestens) 4 „Geschöpfe“:

 

Die 2 erst teilweise Erwachsenen und ihr jeweiliges Inneres Kind.

Beide „Ausgewachsenen“ können (relativ) gut für andere DA sein, teilweise noch nicht so wirklich ganz für sich selbst.

Was also liegt näher, als dass der eine sein Inneres Kind in die liebevollen Hände des anderen legt, um das dieser sich – als für ihn „fremdes“ Kind – durchaus gut und liebevoll eine Zeitlang kümmern kann.

Während der andere sein Inneres Kind in die liebevollen Hände des einen legt, bei dem er sein eigenes Inneres Kind (erstmal und auch nur zeitlich begrenzt) besser aufgehoben weiß, als bei sich selbst.

 

Natürlich nur dort wo und solange wie es eine Situation jeweils auf Seiten des Kindes erfordert und der Ausgewachsene es selbst noch nicht kann.

So sorgen die „Großen“ ganz bewusst für die „Kleinen“ (des jeweils anderen, wo noch nötig), ohne sich wie sonst üblich durch unbewusste Übertragungen und Projektionen zu verwickeln, den üblichen „Kampf um Liebe“ zu beginnen und sich so die „Beziehungs-Hölle auf Erden“ zu schaffen.

 

Das könnte es ermöglichen, dass beide Kinder auf sehr konstruktive Weise tatsächlich bekommen, was sie für Heilung und Wachstum noch brauchen und worum die „Großen“ sich sonst üblicherweise bald „wie Kinder“ zu streiten beginnen.

 

Jedoch sind nur die Kinder REAL bedürftig, nicht so die Erwachsenen. Diese besitzen zwar (relativ wenige) BEDÜRFNISSE, die jedoch völlig anders geartet sind, als die Bedürftigkeiten von Kindern! Beides ist nicht zu vergleichen und verwechseln!

 

So bekommt jeder durch das ERLEBEN des liebevollen Umgangs des anderen mit dem ihm „anvertrauten“, eigenen Inneren Kind langsam ein Gefühl und die Kraft dafür, selbst liebevoll für sich da sein zu können … bis jeder ganz für sich selbst alleine liebevoll DA ist.

 

 

Freilich braucht es dazu Bereitschaft und Übung. Doch wo tut´s das nicht, wo man wirklich lernen will.

 

Ein Experiment ist´s sicher wert …

Von |2021-11-16T21:45:13+02:0016.11.2021|Allgemein|0 Kommentare
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