Blog

Gemeinschaft

 

Menschen, die einfach nur nicht (mehr) alleine sein wollen und andere Menschen zur Erfüllung ihrer aus Verletzung und Mangel geborenen Träume, Wünsche und Sehnsüchte brauchen, können Gemeinschaft nicht erwirken.

Gemeinschaft braucht Menschen, die in ausreichendem Maß ihren kindlichen Verletzungen und Mängeln und den daraus geborenen Mustern und Programmen  er-wachsen sind.

Die erfüllt mit sich alleine sein, glücklich all-eins leben können.

Die ihr spirituelles Wesen ein großes Stück weit befreit haben und seiner Natur nach handeln und leben.

Die ihr ganzes Leben lang bereit sind, weiter zu lernen und zu wachsen.

Die wissen, dass die Stammes-Gemeinschaft ihre zutiefst eingeschriebene Art zu leben ist.

Die wissen, dass Gemeinschaft erfüllte Menschen braucht, die aus dieser Fülle heraus geben können und wollen.

Die gerne zur Schaffung von Gemeinschaft die Fülle ihrer Erfahrungen und Fähigkeiten, ihr spirituelles Wesen, ihre aus Verstehen und Mitfühlen gewachsene Liebe einbringen.

 

Die unermüdlich den Weg dorthin gehen, wo der Mensch eins mit seinem Wesen, der menschlichen Natur, den irdischen und kosmischen Kräften ist.

Gemeinschaft

Von |2016-04-03T06:36:04+02:0003.04.2016|Beziehung|2 Kommentare

Wie viel Freiheit verträgt eine Beziehung?

Diese Frage seiner Freundin brachte ein Mann in der letzten Männergruppe mit und sie wirbelte viel Staub auf.

„Soviel jeder braucht“, war die am stärksten favorisierte Antwort.

 

Die Frage arbeitete in mir weiter.

Mit „Beziehung“ war hier die „Beziehung“ zwischen Mann und Frau gemeint. Doch letztlich gilt das für alle Formen von „Beziehung“.

Für mich ist die Frage sowohl irreführend, als auch in sich widersprüchlich, bzw. sie spiegelt aus meiner Sicht einen inneren Widerspruch des Fragestellers.

Ich würde das Thema „Beziehung und Freiheit“ so hinterfragen: „Inwieweit beziehen sich ein Mann und eine Frau, die sich „zusammengetan haben“, wirklich auf den anderen, auf-ein-ander?“

Antwort: „Nur soweit sie überhaupt die innere Freiheit dazu haben und es aus dieser heraus wirklich gerne wollen.“

Mit „innere Freiheit“ meine ich dabei die Freiheit von alten Mustern und Programmen. Die Freiheit von der Gewohnheit, die „Beziehungs-Vergangenheit“ als Kind mit den Eltern auf die „Beziehungs-Gegenwart“ als Erwachsener mit dem Partner zu übertragen.

Oder anders ausgedrückt, was in einem „Zusammenschluss von Mann und Frau“ NICHT aus innerer FREIHEIT heraus geschieht, IST KEINE wirkliche Beziehung! Es ist nur eine Wiederholung alten Beziehungsgeschehens, alter Beziehungs-MUSTER. Denn Mann und Frau beziehen sich aus einem Muster heraus gar nicht wirklich aufeinander, auf den ganz realen Menschen im Hier und Jetzt, sondern auf Personen aus der Vergangenheit, insbesondere auf die Mutter (der Mann) oder auf den Vater (die Frau).

Dieses „Übertragungsgeschehen“ ist mehr oder weniger umfangreicher Alltag jeder „Beziehung“.

Dies ist jedoch jenseits jeder Freiheit und jenseits jeder wirklichen Beziehung.

Hinter all diesen Übertragungen steckt letztlich der unbewusste Versuch, die Verletzungen aus der Kindheit zu heilen, indem man das Geschehen wieder und wieder re-inszeniert, um es endlich zu meistern. Doch wird keine Heilung geschehen, kommt nicht der bewusste Erwachsene dem hilflosen inneren Kind zu Hilfe.

In einer „realen Beziehung“ bedeuten obige Annahmen für mich, dass es immer eine Lernbeziehung sein muss, will man nicht irgendwann an die Grenzen des „Beziehungs-Erträglichen“ stoßen … man kann als erwachsene Frau nicht „beliebig weitreichend“ mit einem Jungen eine Frau-Mann-Beziehung leben … und als erwachsener Mann nicht „beliebig weitreichend“ mit einem Mädchen eine Mann-Frau-Beziehung …

Der gegenseitige seelische Missbrauch springt einen förmlich an, stellt man sich die jeweiligen Kindanteile als Kinder aus Fleisch und Blut vor.

Innerhalb dieses Lernprozesses verträgt eine „Beziehung“ nur das an „Freiheit“, was die beiden an Ablösungsprozessen von Mutter undVater bereits durchlaufen sind. Jede „Freiheit“ darüber hinaus gefährdet den unbewusst geschlossenen „Beziehungskontrakt“ des Paares.

Eine junge „Beziehung“ verträgt also meist noch sehr wenig, ich nenn´s mal „äußere Freiheit“, sie braucht noch sehr ausgiebig das „Wir zwei gegen den Rest der Welt“. Die alten, kindlichen Ängste, die hier bei zu viel „Freiheit“ hochkochen, sind noch zu viel für junge Menschen.

Doch im Laufe der Zeit engt dieser „Anti-Angst-Beziehungs-Kontrakt“ die Bewegungsfreiheit so ein, dass sich eine Krise anbahnt. Diese ist der Impuls für den nächsten Ablöseschritt – von Mama und Papa. Das bedeutet in keinem Fall prinzipiell eine „Ablösung“ = Trennung vom Partner!

Nur da, wo die Ablösung von den Eltern vollzogen ist, bin ich in der Lage, wirklich Beziehung zu leben. Nur da sehe ich als Mann in meiner Partnerin nicht mehr ständig die eigene Mutter. Analoges gilt für die Frau.

Wenn beide Partner vollständig abgelöst sind, sagt das wiederum nichts darüber aus, was das Paar dann real miteinander lebt, wie sich die Beziehung der zwei nach außen zeigt, wie also eine „wahre Beziehung zwischen Mann und Frau“ aussieht.

Jede Beziehung ist so einmalig, wie die Menschen, die miteinander in Beziehung gehen. Es gibt keine „allgemein gültige“, äußere Erscheinungsform einer – ich nenn´s mal natürlichen Beziehung.

Beziehung wächst nur aus innerer Freiheit. Sie ist das natürliche Ergebnis in der Begegnung von Menschen, die völlig im Hier und Jetzt leben. Es ist nichts Gemachtes oder Gewünschtes/Gewolltes und schon gar nichts Erzwungenes.

(Kleine) Kinder haben diese Fähigkeit zu natürlicher Beziehung noch und sind hierfür die besten Lehrmeister.

Sie beziehen sich im Kontakt mit Dir ganz und gar auf

DICH!

Von |2015-08-02T22:31:16+02:0002.08.2015|Allgemein|10 Kommentare

Verbundenheit

Verbundenheit im Kreis

Es sind immer die außergewöhnlichen Stunden und Situationen, die Gedanken und Erkenntnisse wie die folgenden in mir „nach oben“ befördern, greifbar und bewusst machen.

Und damit bin ich schon mitten im Thema, denn genau in diesen außergewöhnlichen Räumen fühle ich diese Verbundenheit, die ich hier meine.

Der Ausgangspunkt für dieses Thema waren Fragen aus einer schlaflosen Nacht, wieso so viele Menschen zwar gerne mit dem Partner, Freunden, überhaupt mit anderen Menschen zusammen sein wollen, doch nur so ungerne und selten mit sich selbst.

Wer ist schon gerne mit sich alleine – ohne beschäftigt zu sein (!), wer geht alleine ins Kino oder sitzt alleine in einem Café und fühlt sich dabei wirklich wohl -ganz allein nur mit sich selbst? Die meisten tun das lieber in netter Gesellschaft.

Doch wieso weichen wir der netten Gesellschaft mit uns selbst aus? Sind wir denn nicht nett? Oder langweilig? Oder abschreckend? Oder was?

Wenn wir alleine sind, also ohne andere Menschen, beschäftigen wir uns meistens mit etwas. Mit Arbeiten, mit Fernsehen, mit Lesen, mit Joggen, mit Wandern, mit …
Dabei sind wir überwiegend nicht „in Gesellschaft“, nicht in Kontakt mit uns selbst. Das ist, als wäre ich mit einem Freund im Café und würde Zeitung lesen.

Ich war viele Jahre sehr viel alleine, doch nicht im Kontakt mit mir.
Ich bin noch immer sehr viel alleine, doch bin ich dabei inzwischen meist in einem sehr tiefen Kontakt mit mir selbst, mit all diesen Anteilen in mir – wenn ich mir Zeit und Raum dafür nehme.
Vor allemfür diesen sehr alleine gelassenen kleinen Jungen in mir, für den ich inzwischen – überwiegend durch Schreiben – gut sorgen kann.
Ich merke den Kontakt mit ihm und das gute Sorgen für ihn am Gefühl von wohliger Geborgenheit und Verbundenheit in mir. Meist noch verbunden mit viel Lust auf kreatives Tun und einem Gefühl von Fülle und Liebe zum Leben und zu den Menschen.

Dieses Gefühl stellt sich aber nicht einfach so ein, es hat immer mit einem außergewöhnlichen Raum zu tun. Und der entsteht bei mir vor allem beim Schreiben – besonders gut in einem Café 🙂 In schlaflosen Nächten, in Krisenzeiten …
Ich bezeichne diesen außergewöhnlichen Raum als geistig-spirituell-energetischen Raum.

Ich liebe die Stunden des ALL EINS SEINS mit mir in diesem außergewöhnlichen Raum. Ich liebe den Teil in mir, den ich dabei – manchmal auch sehr schmerzvoll fühle. Diesen kleinen Jungen in mir. Ich fühle mich dadurch wirklich verbunden. Zuhause. Ich glaube, es ist dieser kleine Junge, der mir dieses unbeschreiblich schöne Gefühl vermittelt, dieses Gefühl von

Wärme, Geborgenheit und Weite

Wärme, Geborgenheit, Weite

Wenn ich wirklich DA, verbunden mit ihm bin.

Letzten Sonntag bei der „Stillen Meditation“ hatte ich fast dasselbe Gefühl von Geborgenheit, Verbundenheit und Heimat. Es war dieser schöne und kraftvolle Raum der gemeinsamen, stillen Meditation, den wir jetzt schon seit fast einem Jahr gemeinsam erbauen und gestalten. Mit unserem DA SEIN.

Auch da sehe ich den außergewöhnliche Raum als Basis für dieses Gefühl von Verbundenheit.
Die Verbundenheit „kam irgendwie über die Mitte“, die bei uns ein kleiner Altar ist. Die Mitte scheint einen Zugang zu diesem außergewöhnlichen Raum zu ermöglichen, der sich weit weg anfühlt von dem Raum, in dem wir uns in unserem Alltagsbewusstsein aufhalten.
Der außergewöhnliche Raum fühlt sich sehr still, uralt, tief, seit Urzeiten unverändert, berührend, heilsam, Geborgenheit vermittelnd an.

Und ich hatte den Gedanken: das muss der Raum sein, in dem wir alle WIRKLICH miteinander verbunden sind. Also ganz real und nicht nur als gedankliches Konzept. Egal, welche Namen diesem Raum schon gegeben wurden.

Um diese Form der Verbundenheit leben und lieben zu lernen, müssen wir ihre Qualität erst einmal wieder erfahren, indem wir zu mehreren diesen Raum gemeinsam auftun, betreten und erleben.
Und dann können wir diese Qualität von Verbundenheit mehr und mehr in den Alltag zu übertragen lernen. Ich glaube, dass die Stammes – Menschen der Urzeitdaskonnten, weil sie es entsprechend praktizierten – integriert in ihren Alltag.

Unser Alltagsbewusstsein gibt uns jedoch überwiegend nur ein sehr oberflächliches Erleben und Empfinden von Verbundenheit. Oft fühlen wir eher das Gegenteil davon: Isolation, Trennung, Einsamkeit … Das, was wir als Kinder oft real erlebt haben.
Das lässt uns im Alltag oft wie bedürftige Kinder im Außen nach Liebe, Anerkennung und Zugehörigkeit suchen. Wir brauchen etwas, wollen bekommen, erleben uns bedürftig. Doch ist das das Privileg der Kinder.
Und woher sollten wir etwas bekommen, wenn jeder braucht und keiner gibt? Woher, wenn nicht an ersterStellevon uns SELBST?

Das WESENtliche des Erwachsenen ist der tiefe Wunsch, zu GEBEN!

Und das muss er zuerst bei sich selbst. Um seine eigenen Defizite und Verletzungenzu heilen.Dann kann er später auch bei anderen geben.
Undwird das gerne tun, weil es seine wahre Natur als Erwachsener ist.

Ich glaube, unser aller Zugehörigkeit gründet letztlich auf der Verbundenheit in dem oben beschriebenen geistig-spirituell-energetischen Raum.
Um ihn zu erreichen, muss ich erst im Kontakt mit mir selbst sein, in meiner Mitte, die letztlich auch die Mitte aller anderen im Kreis ist.
Daher mag ich es auch so gerne, im Kreis mit anderen zu sein:

Im Kreis sind alle über die Mitte miteinander verbunden!

Soweit sie mit ihrer eigenen Mitte verbunden sind.

Fast jedes mal, wenn ich mit anderen einen Kreis über unsere Hände schließe, bekomme ich zumindest eine Ahnung der Tiefe dessen, was ich mit Verbundenheit meine. Es ist kein romantisches, aus kindlichem Mangel geborenes Konzept, sondern ein sehr realistischer Teil unseres Menschseins. Ein Wesenszug der sozialen Spezies Mensch, um es bio – logisch zu beschreiben.

In der Oberflächlichkeit des Alltags werden wir Verbundenheit in ihrer wahren Tiefe nur ausnahmsweise erleben.
Und ich glaube nicht, dass der alleinige Wunsch nach Verbundenheit ausreichen wird, um uns wirklich wieder so zu fühlen: verbunden, angebunden, eingebunden.

ZUHAUSE.

Es braucht dafür Zeit und außergewöhnliche Räume, die wir uns selbst wieder zu nehmen und zu gestalten lernen müssen.
Es braucht also eine Entscheidung dafür und ein gewisses Maß an Energie und Durchhaltevermögen.
Menschen, die so weit sind.

Von |2019-01-15T23:27:29+02:0016.12.2014|Beziehung|2 Kommentare

Reden ist Silber SEIN ist Gold

Gleich mal vorweggenommen: ich kann Reden wie ein Wasserfall, ich liebe Wortspiele, ich provoziere gerne mit Worten und so mancher Zeitgenosse tut sich mit meiner Art, Worte zu benutzen, schwer.
Und ich mag es auch sehr, wenn jemand frei und lebendig aus seinem Bauch heraus einfach drauflosredet, „wie ihm der Schnabel gewachsen ist“.

Und doch würde ich manchmal gerne in einer Welt leben, in der Menschen noch keine Worte hatten.
Die Fähigkeit zu Reden, ist für mich Fluch und Segen zugleich.
Der Segen liegt für mich v.a. in der Möglichkeit, mehr und mehr differenzieren zu können. Für mich alleine, in meiner Arbeit, im Kontakt mit Menschen. Da, wo es auf Exaktheit ankommt, ist Sprache wirklich super. Wissenschaft ohne Sprache wäre undenkbar.
Der Fluch liegt für mich in dem extrem hohen Potenzial an „Missverständnissen“ und an Manipulation durch Sprache. Also in ihrer Wirkung als (emotional wirkender) AUSLÖSER von Kommunikationsstörungen und als Druckmittel, nicht als Mittel zur Kommunikation.

Inwieweit die Sprache als soziales Kommunikationsmittel wirklich förderlich und geeignet ist, betrachte ich immer noch mit großer Skepsis.

Ich meine das Folgende nicht als absolut, sondern beobachte es einfach sehr oft in der Öffentlichkeit und auch bei mir selbst.

Die einen Reden immer das Gleiche, völlig Bedeutungsloses, Oberflächliches, es findet aus meiner Sicht überhaupt keine wirkliche Kommunikation, keine Begegnung statt, nur ein „sich ergießen“ in abwechselnden Monologen. Die Menschen sitzen zusammen, doch was TUN und TEILEN sie da wirklich?
Ich will da jetzt nicht einem gewissen Maß an (natürlichem?) Small Talk seine Bedeutung als „Ouvertüre“ für eine tiefere Begegnung absprechen.
Wir benutzen Worte dabei im Grund erst einmal für das Gegenteil von Kommunikation: es ist eher ein sich gegenseitig „abchecken“, man vermeidet damit erst mal eine wirkliche Begegnung.
Und nur zu oft bleibt es bei der Ouvertüre. Nach meinen Beobachtungen.
Man füllt dabei im Grunde nur den „unbekannten Raum“ zwischen sich und dem anderen mit Worten auf, um keine unangenehme oder unter Umständen gefährliche Stille aufkommen zu lassen.

Die anderen manipulieren mit Worten, sie wissen um die Wirkung ihrer Worte, weil sie genauer auf die Reaktion ihrer Mitmenschen hinsehen und Menschen damit mehr oder weniger dazu bringen, dass zu tun, was sie, die „Wort-Werkzeug-Nutzer“ möchten. Sie missbrauchen die „Macht des Wortes“.
Auch Therapie stellt eine Form von „Wort-Werkzeug-Nutzung“ dar, ich nenne es hier nur nicht Manipulation, weil das Ziel Begleitung und Unterstützung des Gegenübers ist und nicht das Herausziehen von Vorteilen für sich selbst. Die Gefahr dazu besteht aber auch in der Therapie ganz real.

Weitere benutzen die Worte von anderen, um sich ständig verletzt, ungeliebt, abgeschoben und sonst wie „missverstanden zu fühlen“. Um keine Selbstverantwortung übernehmen zu müssen.

Wieder andere benutzen Worte tatsächlich nicht mehr nur als eben auch missbräuchlich genutztes Werkzeug, sondern schon direkt als Waffe: um dem anderen Angst ein zu flössen, ihn unter Druck zu setzen, ihn einzuschüchtern, ihn „fertig zu machen“.
Kinder leiden darunter in besonderem Maß. Sie können sich zu null Prozent dagegen wehren.

Ich beobachte und erlebe also in der Nutzung der Sprache – was den sozialen und emotionalen Bereich anbelangt – bisher mehr ihre Wirkung als „Kommunikations-Störungs-Mittel“ und „Begegnungs-Vermeidungs-Mittel“, als dass ich sie als Kommunikations- und Kontaktmittel empfinde.
So bin ich immer wieder sehr gespalten, was Worte und Sprache anbelangt.

In der letzten Stillen Meditation „erhielt“ ich dann ein Bild, eine Idee:

Reden ist Silber

Reden ist silber

In vielen Bereichen ist und bleibt Sprache einfach unentbehrlich, auch in meiner Arbeit.
Dies würde ich als die männliche Qualität für Entwicklung bezeichnen. Sie ist eher digital, exakt, technisch. Für Technik, Forschung und für „gezielte Informationsübertragung“ bestens geeignet.

SEIN ist Gold

SEIN ist Gold

Wenn es um Begegnung, um Emotionalität, um innere Prozesse, um Verletzlichkeiten, um (kindliche) Strategien und Muster, um Vermeidung, um Ängste … geht, sobald also Emotionen und Gefühle mit hineinspielen, hilft die Sprache oft nicht nur nicht mehr weiter, sie verhindert und vermeidet sogar Wachstum, weil sie „Raum für Heilungspotenzial“ sehr leicht und schnell zerstören kann. Sie ist hier regelrecht „kontraindiziert“.
Hier geht es nur noch um´s einfach DA sein, um SEIN.
Dies würde ich als weibliche Qualität für Wachstum, Heilung und Begegnung bezeichnen.

Dass Sprache auch einen für emotionales Wachstum sehr förderlichen „weiblichen Anteil“ haben kann und Nichtreden auch in Form von Totschweigen seine Schattenseiten, bleibt davon unberührt.

Dann wäre nach diesem „Modell“ jetzt nur noch die Fähigkeit zu erlernen, das jeweils Richtige zum passenden Zeitpunkt wählen zu können.
Daran werde ich arbeiten 🙂

Von |2014-07-01T17:17:31+02:0001.07.2014|Beziehung|4 Kommentare