Über Klaus Eisenreich

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Dummheit, Intellekt, Geist

Wikipedia schreibt über „Dummheit“:

Dummheit bezeichnet einen Mangel an Intelligenz oder eine daraus resultierende törichte Handlung.

Weiter ausgeführt:

Im engeren Sinne bezeichnet Dummheit die mangelhafte Fähigkeit, aus Wahrnehmungen angemessene Schlüsse zu ziehen beziehungsweise zu lernen. Dieser Mangel beruhe teils auf Unkenntnis von Tatsachen, die zur Bildung eines Urteils erforderlich sind, teils auf mangelhafter Intelligenz oder Schulung des Geistes oder auf einer gewissen Trägheit und Schwerfälligkeit im Auffassungsvermögen beziehungsweise der Langsamkeit bei der Kombination der zur Verfügung stehenden Fakten …

… und das wird dann noch weiter ausgeführt.

 

Würde man ersterer Ausführung folgen und davon nur den „Mangel an Intelligenz“ nehmen, wären alle Tiere (incl. dem Menschen aus grauer Vorzeit ohne Sprache) im Vergleich zum erwachsenen („gebildeten“) Menschen der Jetztzeit (wie wir sie ja alle sind …) dumm. Auch Kinder, da sie noch viel mehr aus „tierischen Instinkten“ heraus in der Welt leben und „no nix gscheids glernt ham“. Und doch schon auch so mancher Zeitgenosse, gell …?!?  … zumindest nach der landläufigen Definition von Intelligenz … die sich v.a. auf „Gscheidheit“ bezieht …

 

Beim zweiten Teil wird´s etwas konkreter und „menschlicher“. Denn diese Form der „Dummheit“, geht es um „Unkenntnis von Tatsachen“, kann man schlecht einem Tier oder Kind zuordnen. Da spielt dann schon diese ganz besondere Form des „Intellekts“ des „ausgewachsenen“ Menschen eine wesentliche Rolle … die Form, die mit viiiiel „Wissen“ aufgepeppt ist … was dabei unter „Schulung des Geistes“ verstanden wird, bleibt offen.

Das heißt, „Dummheit“ setzt in jedem Fall ein gewisses Maß und eine bestimmte Art an Intelligenz oder besser: Intellekt voraus. Diese hat beim Menschen u.a. mit der hohen Reflexionsfähigkeit zu tun, die in diesem Maße ausschließlich dem „ausgewachsenen“ Homo sapiens zur Verfügung steht und ihm – gepaart mit viel Kenntnis von Tatsachen – v.a. ein hohes Maß an „Gerissenheit“ verleiht.

Insofern können weder Tiere, noch Kinder „dumm“ oder „gerissen“ sein.

DAS „können“ nur „ausgewachsene“ Homo sapiens.

 

Nachdem es kaum möglich ist, einen/“den“ Menschen nur nüchtern nach obigen Vorgaben, also quasi nur als Versuch einer Definition als „dumm“ zu bezeichnen, ohne ihn gleich in einen emotionalen Widerstand zu bringen und mich in die Rolle des Anmaßenden, finde ich es generell sehr schwierig, das Thema „Intellekt und Dummheit“ als „Erkenntnis“, als „Sachstand“, als Kenntnis von Tatsachen nicht nur auch aus der Gehirnforschung zu vermitteln.

Zu sehr und oft wurden wir schon als Kind „für dumm verkauft“.

 

Und da bin ich noch „weiter mitten drin“ …

… denn um derartige Kenntnisse von Tatsachen überhaupt ins Leben einbringen zu können, braucht es ein gewisses Maß an (Lern-) Bereitschaft, „Ein – Sicht“, Erfahrung, Toleranz bzw. Gelassenheit … bei uns hieße es für dieses „Fachgebiet“ wohl v.a. „Kritikfähigkeit“, weil „man/frau“ sich bei diesem Thema – gebranntes Kind scheut den Herd – „natürlich“ sehr schnell („persönlich“) angegriffen fühlt …

 

Meine „Definition“ von Dummheit bezieht sich dabei sicher nicht auf den reinen Intellekt, der wie eine hocheffiziente Maschine unglaubliche Leistungen vollbringen und zugleich „alleine gelassen dumm wie die Nacht finster sein“ kann. An Intellekt fehlt es kaum einem Menschen.

Für mich bezieht sich Dummheit v.a. auf das Fehlen von „Geist“.

 

Ja, ich bin mir (soweit mein „Verstand es mir erlaubt“ 🙂 ) bewusst, WIE schwer all das mit Worten zu vermitteln ist. Ich probier´s trotzdem weiter …

 

Zum „Geist“ gehört sehr wohl ein ausreichender Zugang zu seinem Intellekt, zu dieser unglaublich fähigen Denkmaschine in uns.

Dies ist nach wie vor DER Aspekt in unserem aktuellen „Weltgeschehen“. An dem mangelt es sicher nicht. Die „Form von Dummheit“, die sich auf diesen Aspekt bezieht, ist vernachlässigbar gering. Genau das zeichnet ja den Menschen aus:  sein extrem „hochgezüchteter“ Intellekt! Es mangelt nicht an der grundsätzlichen DENKFÄHIGKEIT, an „Gehirnsubstanz“, an „Schläue“ und „Gerissenheit“. Wo und wie immer man sie dann auch anwendet.

 

Darüber hinaus gehört v.a. ein ausreichender Zugang zu seinen Emotionen und Gefühlen dazu. Daran mangelt es sehr wohl, in hohem Maße. Doch ohne diesen Zugang läuft die Denkmaschine ohne Sinn und Führung entlang der immer gleichen Schleifen, Muster, Mythen und Programme, die in eben derselben Denkmaschine gespeichert liegen. Nichts Neues hat hier Zugang. Viele verdrängte Emotionen aus Kinderzeiten blockieren den Zugang zum Intellekt, zur Denkfähigkeit, zum gesunden Menschenverstand. Was einst eine Schutzfunktion für das Kind erfüllte, hemmt und blockiert jetzt den Erwachsen massiv in all seiner Lebendig- und Lernfähigkeit. Doch Entwicklung (ob technologisch oder psychologisch) braucht Neues, Neugier, Risiko, Wachstum, Offenheit, Kreativität auf allen Ebenen …

Einen hochentwickelten Computer ständig nur zum Berieseln mit den ständig gleichen Videos für ein virtuelles Gefühl von „Zugehörigkeit“ spielen zu lassen, ist eine sehr effiziente Art von Energieverschwendung und „Geistlosigkeit züchten“.

 

Der dritte Aspekt für einen gesunden „Geist“ ist der spirituelle Aspekt, der Aspekt des „angebunden Seins an das Große Ganze“, der Zugang zu „dem“, „was“ den Menschen hervorgebracht hat, wie immer man das nennen mag. Letztlich ist es der Zugang zu Dir Selbst, zu Deinem SELBST. Er ist es, der dem Menschen erst Würde und Schönheit verleiht. Ohne diesen Zugang verunstaltet und verstümmelt sich der Mensch regelrecht, wird schnell hässlich und oft bösartig. Würdelos.

 

Dass ein gesunder Geist nur in einem gesunden Körper sitzen kann, würd ich jetzt nicht so 1:1 übernehmen. Doch wirkt ein gesunder Geist sicher sehr „wohltuend“ und gesundend auf den Körper.

 

Okay, das war die Ouvertüre, jetzt komm ich zum „Eigentlichen“:

Wie gesagt, diese oben beschriebene und von mir gemeinte Form von „Dummheit“, kann nach meiner „Erkenntnis“ nur der „ausgewachsene“ Mensch „entwickeln“.

Die größte aller menschlichen Dummheiten (Blindheiten, Unfähigkeiten) sehe ich dabei in seinem unverrückbaren Glauben/in seinem sich regelrecht Festklammern an seine eigenen Mythen.

Die ihm v.a. ein „Gefühl“ von Großartigkeit und Allmacht „verleihen“. Ihn in seinem Größenwahn und seiner gnadenlosen Selbstüberschätzung „echt gut“ fühlen lassen. Mithilfe seiner wirklich gehirngenialen Fähigkeiten hat er es hier auch wirklich weit gebracht …

Das übertrifft wirklich alles bisher Dagewesene. Darin ist der Mensch wirklich „einzigartig“.

Die Resistenz gegenüber „Einsicht“, „die mangelhafte Fähigkeit, aus Wahrnehmungen angemessene Schlüsse zu ziehen beziehungsweise zu lernen“, sucht wirklich ihresgleichen. Und das bei sooo einem Hirn …

Nur mit so viel Intellekt, wie der ausgewachsene Mensch ihn besitzt, kann man überhaupt erst so viel „Dummheit“ „erzeugen“.

Das Ego könnte sich jetzt auch geschmeichelt fühlen …

Doch liegt es wie gesagt nicht an mangelnder Intelligenz, an mangelndem „Grips“, es ist nicht diese üblicherweise gemeinte Dummheit, es ist der (unbewusst gewollte) mangelnde bis vollständig fehlende Zugang zu seinen Emotionen und Gefühlen und zu sich selbst, es ist die daraus folgende „Geistlosigkeit“, die uns in unserer „menschlichen Dummheit“ weiter und weiter, was immer auch wir im Außen bereits Schlimmes verursacht haben, gefangen hält.

Und diese Form von Dummheit ist bei Akademikern mindestens genauso verbreitet, wie beim Fließbandarbeiter. Da diese Form von Dummheit nichts und noch weniger mit schulischem „WISSEN“, mit möglichst viel „eingepferchten Sachwörtern“ und „Fachwissen“ zu tun hat.

Sondern eben mit „Geist“. Und der wohnt grundsätzlich in JEDEM Menschen! Wie weit ich ihn „in Ketten denke“, hängt nicht vom akademischen Grad ab.

 

Der unverrückbare „Glaube“, eher: das blinde, „geistlose“ Festhalten an unsere/n selbstgebastelten Mythen hindert uns daran, zu erkennen, WIE verloren und hilflos wir doch in Wirklichkeit sind. Das entspräche auch ganz und gar nicht unserem hehren Selbstbild.

Die (weitgehend unbewusste) Angst vor dem „bösen Erwachen“ steuert dabei ALLES.

Doch mit dem über diese tiefen Ängste gesteuerten Festhalten an dem „ewig Alten“ kann nichts und niemand wachsen. Das, was das ausgiebige Nutzen unserer Denkmaschine in einem unglaublichen Maße an technologischen Neuerungen brachte, verkümmert seither in gleichem Maße auf den zwei anderen Ebenen.

Hier leben wir noch immer auf einer Scheibe. Und werden wohl oder übel dann auch eines Tages von ihr runterfallen … da all unsere „geistigen Produkte“ irgendwann im Außen Gestalt annehmen werden, ob bildhaft oder ganz real-konkret. „Fallen“ kann man auf sehr verschiedene Art und Weise …

 

Solange wir als „auch nur“ eine Spezies auf diesem Planeten nicht unseren Platz in der „Ordnung des Großen Ganzen“ gefunden und ein-/angenommen haben und weiterhin den Ammenmärchen unserer eigenen Mythen erliegen, können wir als Menschen keine Ruhe, keine Frieden finden. Wir müssen uns „wohl oder übel“ weiterhin innerhalb unserer Mythen durch´s Leben „bewegen“, mühen, quälen, peitschen, gegenseitig „fertig machen“, „überfressen“, „bauchpinseln“, „selbst-verlieben“,  „todschicken“ … wie immer auch.

Doch so findet man keinen wirklichen Reichtum, keine wirkliche Fülle, nicht das, was „Menschsein“ und „Leben“ für die Spezies Homo sapiens einst bedeutete …

… ich versteh schon, wer möchte auch gerne noch von Baum zu Baum springen … also wirklich, geht´s noch?! … sorry, hatte wieder so einen romantisch verklärten „back to the roots“ – Anfall …

 

Und da ist dann aktuell noch dieses kleine liebe Scheißerchen, das „die Menschheit“ grad weltweit (wieder mal) nach einer Lösung schreien lässt … nach DER Lösung … (möglichst end-gültig) …

„Aber da hört der Spaß jetzt auf“ [tief ernst sonorer Tonfall] … es MUSS eine Lösung her, koste es, was es wolle, das kann man so nicht lassen …

Und „man“ findet Lösungen … wird weiterhin welche finden …

… und hat zugleich auch schon verloren …

 

Das ist quasi das „Non plus ultra“ „menschlicher Dummheit“:

er kann trotz hochgradigster Erkenntnisfähigkeit seine eigenen Mythen weder erkennen, noch verlassen und glaubt in seinem nie als solch gesehenen Größenwahn noch immer, ER könne eine Lösung finden.

Doch wird jede dieser „Lösungen“ dem gleichen Denken, dem gleichen Mythos entspringen, dem, was schon seit Tausenden von Jahren dem Menschen mehr Leid brachte, als es je hätte sein können, als wir noch von Baum zu Baum sprangen …

Die Menschen damals hatten noch einen gesunden Instinkt, „Geist“ und „wussten“ noch:

Es gibt keine „Lösung“!

Weil es kein „Problem“ gibt!

Das heißt, es BRAUCHT auch keine Lösung!

All diese „Lösungs-Denke“ existiert AUSSCHLIESSCHLICH INNERHALB menschlicher Mythen. Vor allem der Angst vor dem „eigenen Untergang“ erwachsen.

Im Leben – Mythos ist Mythos und nicht Leben, im LEBEN gibt es keine Probleme und keine Lösungen. Es gibt nur Prozesse, Sein und Leben, Werden und Vergehen, „Mitfließen“ … dazu gehören auch Tod und „Leid“ als völlig natürliche Bestandteile von Leben …

Wenn es denn überhaupt eine nach menschlichen Vorstellungen beschreibbare „Lösung“ gäbe, dann läge sie sicher nicht darin, ein momentanes Geschehen in eine bestimmte Richtung lenken zu wollen und zudem zu glauben, das auch nur im geringsten Ansatz wirklich zu können … ja, ich kann als Mensch verbiegen …   lenken oder gar führen ist das nicht.

Alle menschengemachten „Lösungen“ können per se keine sein. Denn „Lösungen“ liegen erstens nicht in der  „Natur der Dinge“ und zweitens schon zweimal nicht in der Macht des Menschen … auch wenn er manches laaaange seinem Mythos gemäß „hin-biegen“ kann …

 

Und wenn es überhaupt sowas wie „Lösungen“ gibt, dann sowieso nur auf der individuellen Ebene. Nur ich als einzelner Mensch kann mein Handeln ändern. Mehr braucht es nicht und mehr „geht“ auch gar nicht.

Hier kann ich wirklich handeln, hier gibt es tatsächlich eine „Lösung“:

eine „AB – Lösung

Von den Mythen, von meinen eigenen, den kollektiven, von meinen Wünschen und Vor-Stellungen … von meinem mich noch immer im Kind erleben … wollen … brauchen … haben müssen …

 

Und mich stattdessen

Hin-Wenden

 

 

Ja, es stimmt schon, wir springen – menschenzeitlich gesehen zumindest schon lange nicht mehr von Baum zu Baum …

 

… wir sitzen inzwischen nur noch auf Ihnen … haben es uns gemütlich eingerichtet, mit allen Annehmlichkeiten dieser technologisch aufgepeppten Erde ausgestattet … jeder auf seinem Baum …

Zu springen haben wir verlernt.

 

Die Bäume sind weiter gewachsen und sehr hoch geworden … es ist fürwahr ungewiss, ob Du einen Sprung überlebst … Du kannst maximal Dein BESTES geben … DICH … alles andere „macht das Leben“ … kannst Du nicht steuern, kontrollieren, lenken … es ist und bleibt UNGEWISS

 

Was jedoch gewiss ist, dass Du sitzend auf dem Baum mit ihm immer höher „steigst“ …

… und GAR NICHT LEBST

 

Und auch der stärkste Baum steht nicht ewig.

 

 

 

 

 

Von |2021-05-08T12:23:09+02:0008.05.2021|Allgemein|1 Kommentar

Urgrund und Mythos

Geistige Blindheit

Macht leicht „dumm“

Gepaart mit starken Verletzungen

Und fehlendem Selbstwert

Bei zugleich hohem „Intellekt“

Oft gerissen und

Hochgradig bedrohlich

 

 

Wir sind als Menschen kollektiv völlig verloren und hilflos

Haben uns völlig verirrt

Sind uns selbst verloren gegangen

In der Welt unserer eigenen Mythen

 

Als „Gut-Achter für Naturschutz“

Sollte ich – wörtlich genommen

Auf „das Schutz-Gut“

Auf „die Natur“

– speziell auf die Tiere und Pflanzen

„gut achten“

Welche Anmaßung

Welch´ Irrwitz

Welch´ krankhafter Wahn

Schon in den Wörtern

 

Als Richter sollte ich „richten“

Was „falsch und kaputt“

Was nicht mehr funktioniert

Für den „richtigen und nötigen Stand“

Sorgt die „Höhe“

Das „Hohe Gericht“

Gottgleich verliehen die Fähigkeit

Kaputte Menschen zu reparieren

Zu „richten“

 

Innerhalb des Mythos

Ist alles folgerichtig

Kennt der „schwache Sinn“

Keine Grenzen

 

Menschen können vor allem eins:

„gut“ Geschichten erfinden und glaubwürdig erzählen …

… die Einen

Die Anderen …

… sie glauben (wollen)

 

Ein Neugeborenes „weiß“ von alledem nichts.

Auch wenn es intuitiv schon wahrnimmt.

Es steht noch mit beiden Beinen im Paradies, auf Urgrund.

Die Welt im Außen, die es empfängt, zu annähernd 100% mit beiden Beinen „auf dem Boden“ …  menschengemachter Mythen.

Das Kind liebt seine Eltern, aus tiefstem Herzen. Wo immer sie sich auch bewegen mögen. Es will bei Ihnen sein, dazugehören. Zu den Menschen. Es will „Mensch sein“.

Doch kann es sie nicht erreichen, da wo selbst es sich befindet …

… und beginnt so in tiefster Not, langsam ein Bein in die Welt der Eltern zu setzen.

Es schmerzt. Denn beide Welten klaffen ohne Ende, sind völlig un – ver – ein – bar … das Kind droht zu zerreißen …

Und wie – schon länger in der Menschen Schule –  sollte es in diesem Zustand „mit beiden Beinen auf der Erde steh´n“ … „seinen Mann stehen“ …

Spätestens in der Phase zum „erwachsen“ werden, werden die meisten auch ihr zweites Bein in die Welt der Mythen nachziehen … und so den Kontakt zu sich selbst und zum „Urgrund“ ganz verlieren … oder „zu Grunde gehen“ … wie immer auch dies dann Gestalt annehmen wird …

Mit einem Bein kann man nur humpelnd sich bewegen … massiv eingeschränkt sich von Augenblick zu Augenblick dahinschleppen … das zweite Bein wie abgestorben nach sich ziehend schau´n, dass man überhaupt nachkommt … den Anschluss nicht verliert … man ist so ein Krüppel in der Welt der Mythen … ein Bettler … wer möchte das schon sein …

Das Leben ließ mir die „keine – Wahl“, schon in jungen Jahren. Und was ich lange Jahre sehr im Leid erlebte, transformiert sich langsam in das größte Geschenk, das ich als der, der ich bin oder als den ich mich erlebe und erfühle, kenne:

Das Geschenk der Freiheit, die nur innen eine wirkliche Rolle spielt.

Das Geschenk des sich EINS FÜHLEN, sich EINS ERLEBEN, des EINS SEIN.

Na klar, ganz natürlich auch mit Menschen …

… völlig gleich, wo sie grade wirklich SIND  …  🙂

 

Von |2021-05-04T07:52:44+02:0004.05.2021|Allgemein|0 Kommentare

Dieser Weg führt an kein Ziel

Immer öfter erlebe ich es

Dass Menschen

Die meinen Weg kreuzen

Und wir so ein Stück gemeinsam geh´n

Sehr bald wieder abbiegen

Ob Außen oder Innen

 

Ich kann es so gut verstehen

Noch mehr fühlen

Nachvollziehen

Und was mich einst sehr geschmerzt hätte

Bleibt jetzt völlig ruhig und in Frieden

 

Etwas – so tief in mir – hat „begriffen“:

Leben ist kommen und gehen

Nichts daran ist falsch

Für niemanden

Alles ist in Ordnung so

Und hindert nie Dein Glück

 

Je mehr ich mich auf meinem Weg erlebe

Umso mehr nehme ich einfach nur noch wahr

Und es bleibt ruhig in mir

Nichts regt sich

Ein seltsames Gefühl

Verwunderung, Erstaunen

 

Das Bedürfnis zu verändern

Zu machen und zu tun

Schrumpft mehr und mehr …

… zurück bleibt ein einzig´ Bedürfnis:

Zu GEHEN

Meinen Weg

 

Alles was ihn kreuzt

Gehört zu mir und meinem Leben

All das verändert und korrigiert

Manchmal unwahrnehm- und unvorhersehbar

Meinen Weg

Den ich einfach nur

Weiter zu gehen brauche

Alles andere geschieht „von selbst“

 

Es spielt keine Rolle

Wohin er führt

Nur

Wie ich mich auf ihm bewege

 

So geh ich einfach

Nur noch weiter …

… und komm doch selbst

Nie an ein Ziel

Das Ziel

Das ich nicht wissen kann

Kommt jeden Augenblick

Ganz DA und hier

Vielmehr zu mir

 

 

Von |2021-05-02T15:17:17+02:0002.05.2021|Allgemein|0 Kommentare

In DEINEM Herzen

Kalt, nass und windig

Verhüllt in Düstergrau

Zeigt sich der Wonnemonat

In seinen Knospen

 

Wie schön es ist

Was für ein Geschenk

In meiner warmen Höhle

Bei einer Tasse Kaffee

Verweilen zu können …

 

*

 

Nicht nur das Wetter

fühlt sich kalt und ungemütlich an

Das kollektive Feld

Füllt sich offensichtlich

– wieder mal –

mehr und mehr

Mit Milliarden all der

Alten und verdrängten

Ängste der Kindheit

Lässt die Menschen beißen

Streiten, sich gegenseitig

Beschuldigen und bekämpfen

Lässt sie Krieg führen

Gegen EINander

 

Sie wollen sich festhalten

An einer „Lösung“

An der „Rettung“

Die zu wissen sie glauben

Oder zumindest sich erhoffen

 

Sich festhalten

An einem großen Papa

An einer großen Mama

Die sie zugleich bekämpfen

Uneins, chaosgetrieben bis panisch

Sich der Unsinnigkeit ihres Tuns

Nicht mehr bewusst

Vernebelt und verblendet

Ihr Bewusstsein

 

Getrübt bis blind die Sicht

In der Ängste aufsteigender

Nebel und Rauschwaden

Erinnert es an Schlachtfelder

Nicht nur aus „schlechten Filmen“

Auf denen nur noch

Rauch und Krähen in Bewegung sind

Düster, schwarz und kalt die Szenerie

Das Verstummtsein all der Tausende

Die noch kurz zuvor

Die Welt belebten

 

„Sinnlos“, lieblos, leben-los, alles – los

Wirkt dies Geschehen

– Weiterhin alleine –

In der Welt der Menschen

Tödlicher als jeder Meteorit

Aus fernen Welten

 

Obwohl ein „Sinn“ dahinter liegt

Will es denn „verstanden“ sein

Stellt sich die Frage nach diesem nicht

Nicht wirklich

Keiner Antwort Inhalt

Wird den Mensch in Liebe bringen

Nur der Tod ihn aus

Der Lebens-Liebens-Losigkeit

Erretten?

Reißen?

Zwingen?

Befreien?

….. ?

 

Wie immer es beliebt …

 

*

 

Ich lege noch ein Stückchen Holz

In des Lebenswärme speisenden Feuers Ofen nach

Und freue mich

Einfach zu SEIN

 

*

 

Eingehüllt in Liebe

Kann selbst der Ängste stärkster Orkan

Die Flamme Deines Herzens

Nicht zum Erlöschen bringen

Weiterhin erhellt und wärmt sie Dich

Und jeden neben Dir

In kalten Zeiten

 

Es ist nicht „die Welt da draußen“

Die Wärme oder Kälte bringt

Liebe oder Grausamkeit

Es ist die Welt in Deinem Herzen

Die Du selbst erschaffst

Und die darüber entscheidet

Welche Energie Dir im „Außen“

Kalt und hart entgegenschlägt

Oder Dich herzlich empfängt

 

Nur in DEINEM Herzen

Fällt die Entscheidung

Entscheidest DU

Über Liebe oder Grausamkeit

„da Draußen“

Es sind sowohl die Liebe Dir selbst gegenüber

Als auch die Grausamkeit Dir selbst gegenüber

– ganz gleich, ob bewusst oder bewusstlos –

Die im „Außen“ Gestalt annehmen.

 

ALLES, wirklich ALLES hat seinen Ursprung

In DEINEM Herzen

Von |2021-05-02T08:14:44+02:0002.05.2021|Allgemein|1 Kommentar

Die Wellen der Angst …

… schlagen höher und höher … bäumen sich auf … um letzten Endes wieder in sich selbst zusammenzubrechen … ungenutzt ihre Energie, aus Angst vor dem „Zusammenbruch“ oder dafür genutzt, ihn aufzuhalten zu versuchen … doch folgt jedem Wellenberg unweigerlich ein Tal, bei hohen Wellen ein „Zusammenbruch“.

 

Es ist zurzeit diese winzige Lebensform,  die es schafft, solch hohe Wellen in „unserer Welt“ als Menschen zu schlagen, deren Höhe am „Ende“ eher ein „in sich selbst zusammenbrechen“ vermuten lässt.

Und das fürchten wir Menschen, sehen es ausschließlich als Bedrohung.

Doch nicht dieser Virus bedroht uns Menschen. Das sind nur wir selbst. Nur wir selbst sind unsere eigene und einzig wirkliche Bedrohung. Ausschließlich und ausnahmslos.

Dieser Virus zeigt uns nur unseren Umgang mit – wenn auch oft schmerzlichen, jedoch im Grunde immer heilsamen Krisen, Heilungsprozessen.

Und mit der „Königin der Ängste“:

Der Angst vor dem „persönlichen Untergang“, vor dem „eigenen Tod“, dem Tod der „Persona“. Vor „meinem“ Tod.

Dem Tod des Teiles in uns, der sich im Laufe der Evolution „plötzlich seiner selbst bewusst werden konnte“. Und so auch seinem „Ende“.

 

Seither schwingen die Schergen der Angst ihre Peitschen. Und sie treffen mit äußerster Präzision.

Und doch sind sie nicht „vom Himmel gefallen“. Ein Kind kennt sie nicht. Erst die „Erwachsenen“ „bringen sie ihnen bei“. Durch das Versäumnis, durch die Unfähigkeit, den Verlust der Fähigkeit, WIRKLICH GUT, liebevoll und natürlich für die Kinder zu sorgen. Sowohl für die aus Fleisch und Blut, als auch für die, die sie aus ihren eigenen Kindertagen noch immer in sich tragen.

Dieses „ganz natürliche DA sein“ für Kinder ist in den von Menschen gemachten „Systemen“, die auf völlig konstruierten Mythen beruhen, auch nur sehr schwer und beschränkt möglich.

Und doch hat der Mensch diese Ängste erschaffen. Nur er kann sie auch wieder „auflösen“. Er allein. Jedes Individuum nur ganz alleine für sich.

Nur DU ganz alleine für DICH!

Nichts und niemand wird Dir „Rettung“ bringen (können). Wenn Du nicht selbst es tust. Die „Rettung“ ist immer ganz nah bei Dir. Du trägst sie IN Dir.

Sich innerhalb seiner Ängste als Kind zu bewegen bedeutet einen Spießrutenlauf entlang all der verschiedenen Formen von Ängsten, die mir als Kind „beigebracht“ wurden. Und ihre Schergen stehen an allen Ecken und Enden. Du entkommst ihnen nicht. Ganz gleich, wo Du Dich gerade befindest: eine Peitsche wird Dich immer treffen.

So lange Du versuchst, dem Bewusstsein über diese Ängste, über den Schmerz ihrer Peitschen auszukommen, bist Du ihr Sklave. Sie peitschen Dich dorthin, wohin sie Dich haben wollen. Und Du wirst folgen, um dem Schmerz zu entkommen.

So folgst Du dorthin, wohin sich der Mensch schon seit langem in seine lebensfeindlichen Mythen hinein begeben hat. Abgetrennt vom „Großen Ganzen“, vom Fluss der Liebe. In dem der physische Tod nicht als Feind er- und gelebt wird und so auch keine Ängste bedingt.

Will ich diese Sklaverei verlassen, so muss ich mich den Peitschen meiner Kindheit ganz bewusst gegenüberstellen. Bei völligem Bewusstsein sein und bleiben, wenn wieder eine Peitsche zuschlägt, hinein bis in die letzte Tiefe. Die Peitsche bewusst wahrnehmen, spüren, ihre Dimension für ein KIND, die für mich als Kind von damals WIRKLICHE Dimension ERFAHREN. Und diese Dimension ist wirklich „fürchterlich“, schrecklich und grausam!

So lernst Du, mehr und mehr für dieses Kind DA sein zu können. Ihm beizustehen, für es zu sorgen. Es zu lieben und zu halten in all dem Schrecken und Elend. Ihm zu geben, was es auch damals schon gebraucht hätte … und was ihm diese Mythen noch niemals gegeben haben. Im Gegenteil: sie nahmen ihm schon immer ALLES!

 

So fallen die Peitschen langsam ab … und die Welt und das Leben liegen offen vor Dir … Du bist FREI … ANGEKOMMEN … IMMER und ALLERORTS… ganz gleich, was im „Außen“ ist.

INNEN bist Du in Frieden, im Glück, geborgen und behütet. Zuhause. Nichts kann Dir wirklich „geschehen“.

 

Das ist, was Leben wirklich IST. Es ist wie ein Kind. Von all den menschengemachten Scheußlichkeiten weiß es nicht …

 

Von |2021-04-27T06:41:43+02:0027.04.2021|Allgemein|0 Kommentare

Anfüsat

Immer schon war „Kontakt“ mit Menschen Thema für mich.

Ich liebte es als Kind, wenn ich unter Menschen war, die gemütlich und friedlich beisammen saßen, Kaffee tranken und redeten. Es vermittelte mir ein Stück Heimat, Wohligkeit und Geborgenheit.

Zugleich spürte ich – als Kind noch sehr unbewusst, rein intuitiv – „irgendwie“ immer, dass diese Menschen (auch) etwas „verheimlichten“, NICHT SAGTEN, obwohl ich es so deutlich in mir spüren konnte. Oft passte das Gesagte auch nicht so wirklich zu dem, was ich fühlte.

Am stärksten „beaufschlagt“ in solchen Situationen war ich dabei wohl durch die Kriegsängste (=Angst vor „bösen“ Menschen) meiner Eltern.

Es waren v.a. die Worte bzw. deren Gebrauch, was mich so „durcheinander“ brachte.

All dies löste ein immer mehr werdendes Gefühl von Unbehagen in mir aus. Was mich später „Zusammenkünfte“ immer mehr meiden ließ.

Und es waren wieder v.a. die Worte, die mich dann selber mehr und mehr in diese „eigenartige Ausprägung von Kontakt … Begegnung … miteinander reden …“ hineinzogen.

Eine Lösung fand ich nicht. Das Unbehagen blieb.

 

Nur langsam begriff ich dieses „Zusammenspiel“ von Menschen über Muster, Wirklichkeiten, Mythen, Ängste, Emotionen, Vermeidung, Vorstellungen, Wünsche, Programme, Verhaltensweisen … und WIE wenig frei dies Ganze ist.

Das stärkste Mittel, um dieses „Zusammenspiel“ aufrecht zu erhalten, war und blieb dabei immer das „WORT“. Ob nun gedacht, gesagt, geschrieben, gelesen …

 

Schweigen „hilft“  in dem Ganzen partiell, Reden auch …

Doch beide machen per se weder mehr, noch weniger … ja, was …?! … welches Wort „stimmt“ hier … ?!

„Begegnung, Verbindung, Kontakt, Liebe …“ … sind zu vorgeprägt … zu vorbelastet …

 

Ich erschaffe jetzt ein neues Wort und nenne das, was ich oben zu beschreiben versuchte, „Anfüsat“ … es heißt „das Anfüsat“, das Verb dazu ist anfüsalen … (so ähnlich hat´s mit all diesen Wörtern mal begonnen, die Produktion wurde dann nur eingestellt … 🙂 )

Ich musste/durfte eine lange, „internationale“ und voll spannende Reise unternehmen, um ein Wort zu finden, das mir klanglich gefiel und zu dem Dr. Gockl wirklich gar nichts fand … in den meisten Kreationen fanden sich Namen (meist arabische 🙂 ), Städte, Firmen oder Wörter anderer Länder … und WO ich nicht überall gelandet bin … 🙂

Und doch ist Anfüsat weitaus schwieriger zu finden und zu leben, als ein Wort dafür zu kreieren …

 

Also, was fördert ANFÜSAT … Du weißt jetzt zumindest ungefähr, was ich meine …

Es war wieder „Kontakt“ mit anderen Menschen, der mir heut in der Stille der Morgendämmerung dazu verhalf, ein Stück tiefer gehen (verstehen) zu können im Umgang mit diesem für mich nach wie vor so „unguten und destruktiven Zusammenspiel“ …

… „mein Gehirn erinnerte mich“ an die Biologie der Zelle, an die Fähigkeit der Zelle, entscheiden zu können, was sie einlässt und was nicht … über ihre semipermeable = halbdurchlässige Membran!

Oder besser gesagt:  selektiv durchlässige Membran … eine Art Filter.

 

Worte, die Mustern und Programmen entstammen, besitzen keine „innere Wahrheit“ … sie verzerren die Wirklichkeit und ver/zerstören v.a. die Natürlichkeit der Kinder …

… über diese Worte „verbreiten“ sich alte Muster und Programme, sie ermöglichen kein Anfüsat, sie verhindern es …

 

Ich werde mir jetzt also mal eine wortwirksame, selektiv durchlässige Membran überstülpen und forschen … 🙂

Ob ich dadurch mehr Anfüsat finde, weiß ich nicht … doch wird es in jedem Fall dem Jungen in mir gut tun …

Spaß hat er schon jetzt daran … 🙂

 

Von |2021-04-10T11:16:00+02:0010.04.2021|Allgemein|1 Kommentar
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