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Über Klaus Eisenreich

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Schmiede das Eisen solange es heiß ist …

Grad bei einem Spaziergang in meinem „Paradies“ hier wurde mir plötzlich bewusst, WAS für eine einmalige Lernzeit grad ist … ob bewusst oder unbewusst, geliebt oder gehasst, begrüßt oder gefürchtet … ich dachte an meine Gruppe, die  „Erwachsenen-Schmiede“ und schon war mir die Überschrift vor meinen Augen … und das Eisen ist grad außergewöhnlich heiß …

Dieser Ausnahmezustand grad ist eine unglaublich gute Gelegenheit, ausgesprochen viel Zeit ( + angeordnet 🙂 ) für sich zu nutzen und Dinge einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten zu können … noch mehr:  erleben und selber ERFAHREN zu können … vor allem und am besten seine eigenen „Dinge“ …

Man kann das Ganze jetzt als Fluch ansehen und auch wenn es seinen Tribut von uns fordert (was das Leben sowieso IMMER tut), ich kann v.a. vielmehr den SEGEN, das GESCHENK darin sehen (das sich auch äußerlich zeigen kann: um wie viel z.B. wird der CO2 Ausstoß jetzt wohl plötzlich reduziert sein …?! … was bisher „freiwillig“ UNDENKBAR gewesen wäre …) …

… der Segen tritt dabei jedoch nicht un-bedingt ein … die BEDINGUNG für den Segen steckt zumindest zum Teil in dem, was wir JETZT tun … denn JETZT ist das Eisen heiß … und wird sich formen (lassen) … umformen wird es sich sowieso, doch jetzt können wir mitgestalten … in jedem Fall, was unser Inneres anbelangt … bewusst (als soweit schon Erwachsene, wirklich VERSTEHENDE, Mutige, Entschiedene, Liebende … ja, das braucht oft Überwindung!) oder unbewusst (aus alten Mustern heraus) …  danach ist es wieder kalt … und freiwillig wird SO keiner einheizen … 🙂

Ich meine mit dem, was wir jetzt TUN nicht (primär) die üblichen Verhaltensregeln – die kann ich nur als wirklich sinnvoll und wichtig ansehen – ich meine, das, wie wir „innerlich“ damit umgehen … denn es löst v.a. auf der Ebene unserer Kindanteile große Ängste, viele alte Emotionen (lat.: emovere – herausbewegen) aus, bringt sie in „Bewegung“ … Emotionen sind das „Fenster zur Seele“ … und die öffnen sich grad ungewöhnlich weit … und dahinter sitzen v.a. viele verängstigte Kinder …

… und die brauchen Erwachsene, die ihnen ein Gefühl von Ruhe, Sicherheit und Geborgenheit geben … bei wem ist dieser innere Wunsch nicht zu fühlen?!? … und wer sorgt wirklich gut dafür … für sich SELBST?!

Wer handelt eher so (Achtung: kein Vorwurf oder so, nur zur Selbstbeobachtung!):

– das soll Ablenkung für mich tun:            die ist z.Zt. eingeschränkt …

– oder andere Menschen:                         die dürfen wir grad nicht besuchen …

– oder der Partner:                                     mal schaun, ob das klappt … v.a. wenn beide in der gleichen (kindlichen) Bedürftigkeit stecken …

Grad sind etliche Möglichkeiten „zwangsweise“ eingeschränkt … nur nicht DEINE eigenen im Inneren … im Gegenteil, die sind mehr als wohl jemals zuvor …

 

Als alter „Inneres Kind -Arbeiter“ sehe ich jetzt eine sonst undenkbare (und hoffentlich selten nötige) Chance … nicht nur, wenn man alleine lebt … zu üben, ganz und gar für sich und seine Kind-Anteile da zu sein … die Konfrontation mit all den inneren „Stimmen“, all den unterdrückten Emotionen unserer Kindheit anzunehmen, wirklich dafür zu sorgen und dabei zu „ER – WACHSEN“ …

… man könnte das Ganze wie einen gigantischen „Feld-Versuch“ des Lebens im Umgang mit dem IK sehen …

 

Ich lebe schon immer viel alleine (das hatte ich als Kind so „gelernt“), auch meine lange Arbeit als Ökologe ist immer mit Alleine sein verbunden … auch oft mitten in der Nacht … so bin ich es sehr gewohnt und es ändert sich für mich grad gar nicht sooo viel … und durch meine lange, bewusste Zeit mit meinem kleinen Klaus bin ich inzwischen relativ gut geübt … ich weiß um die starke Wirkung dieser Arbeit … und ich lernte IMMER in Krisen (meinen persönlichen) mit Abstand am meisten … auch wenn es mich v.a. am Anfang alles andere als freute …

Jetzt haben wir eine Krise, ziemlich global …

Die ganze Welt hält still …

Relevant für die Folgen wird u.a. sein, ob wir die Stille überwiegend mit (noch mehr) Angst „beantworten“, also aus den  Kind-Anteilen heraus re-agieren … oder besonnen als Erwachsene für uns selber zu sorgen, DA zu sein lernen …

 

Und dafür ist grad eine außergewöhnlich GUTE Zeit …

 

… wer will: beobachte Dich immer wieder ganz bewusst aufmerksam, wie Dein „inneres System“ so reagiert … beobachte neutral, lass die (Über-Ich-) Bewertungen dabei weg … nimm die Informationen aus den Beobachtungen und schau, was Du so verändern/verbessern kannst … nüchtern und sachlich … und zugleich aus Liebe zu Dir selbst … zu dem Kind, das Du einst gewesen bist … mit Verstand und Herz …

 

 

Ich wünsche Dir ein wirklich GUTE, kreative Zeit, viel Erfolg in Deinem Wachstum, viel Ruhe, Besonnenheit, Geduld und Liebe!

… und das genießen dabei nicht vergessen 🙂

Bleib gesund!

 

Von |2020-03-21T16:00:35+02:0021.03.2020|Allgemein|1 Kommentar

Gemeinschaft

 

Menschen, die einfach nur nicht (mehr) alleine sein wollen und andere Menschen zur Erfüllung ihrer aus Verletzung und Mangel geborenen Träume, Wünsche und Sehnsüchte brauchen, können Gemeinschaft nicht erwirken.

Gemeinschaft braucht Menschen, die in ausreichendem Maß ihren kindlichen Verletzungen und Mängeln und den daraus geborenen Mustern und Programmen  er-wachsen sind.

Die erfüllt mit sich alleine sein, glücklich all-eins leben können.

Die ihr spirituelles Wesen ein großes Stück weit befreit haben und seiner Natur nach handeln und leben.

Die ihr ganzes Leben lang bereit sind, weiter zu lernen und zu wachsen.

Die wissen, dass die Stammes-Gemeinschaft ihre zutiefst eingeschriebene Art zu leben ist.

Die wissen, dass Gemeinschaft erfüllte Menschen braucht, die aus dieser Fülle heraus geben können und wollen.

Die gerne zur Schaffung von Gemeinschaft die Fülle ihrer Erfahrungen und Fähigkeiten, ihr spirituelles Wesen, ihre aus Verstehen und Mitfühlen gewachsene Liebe einbringen.

 

Die unermüdlich den Weg dorthin gehen, wo der Mensch eins mit seinem Wesen, der menschlichen Natur, den irdischen und kosmischen Kräften ist.

Gemeinschaft

Von |2016-04-03T06:36:04+02:0003.04.2016|Beziehung|2 Kommentare

Wie viel Freiheit verträgt eine Beziehung?

Diese Frage seiner Freundin brachte ein Mann in der letzten Männergruppe mit und sie wirbelte viel Staub auf.

„Soviel jeder braucht“, war die am stärksten favorisierte Antwort.

 

Die Frage arbeitete in mir weiter.

Mit „Beziehung“ war hier die „Beziehung“ zwischen Mann und Frau gemeint. Doch letztlich gilt das für alle Formen von „Beziehung“.

Für mich ist die Frage sowohl irreführend, als auch in sich widersprüchlich, bzw. sie spiegelt aus meiner Sicht einen inneren Widerspruch des Fragestellers.

Ich würde das Thema „Beziehung und Freiheit“ so hinterfragen: „Inwieweit beziehen sich ein Mann und eine Frau, die sich „zusammengetan haben“, wirklich auf den anderen, auf-ein-ander?“

Antwort: „Nur soweit sie überhaupt die innere Freiheit dazu haben und es aus dieser heraus wirklich gerne wollen.“

Mit „innere Freiheit“ meine ich dabei die Freiheit von alten Mustern und Programmen. Die Freiheit von der Gewohnheit, die „Beziehungs-Vergangenheit“ als Kind mit den Eltern auf die „Beziehungs-Gegenwart“ als Erwachsener mit dem Partner zu übertragen.

Oder anders ausgedrückt, was in einem „Zusammenschluss von Mann und Frau“ NICHT aus innerer FREIHEIT heraus geschieht, IST KEINE wirkliche Beziehung! Es ist nur eine Wiederholung alten Beziehungsgeschehens, alter Beziehungs-MUSTER. Denn Mann und Frau beziehen sich aus einem Muster heraus gar nicht wirklich aufeinander, auf den ganz realen Menschen im Hier und Jetzt, sondern auf Personen aus der Vergangenheit, insbesondere auf die Mutter (der Mann) oder auf den Vater (die Frau).

Dieses „Übertragungsgeschehen“ ist mehr oder weniger umfangreicher Alltag jeder „Beziehung“.

Dies ist jedoch jenseits jeder Freiheit und jenseits jeder wirklichen Beziehung.

Hinter all diesen Übertragungen steckt letztlich der unbewusste Versuch, die Verletzungen aus der Kindheit zu heilen, indem man das Geschehen wieder und wieder re-inszeniert, um es endlich zu meistern. Doch wird keine Heilung geschehen, kommt nicht der bewusste Erwachsene dem hilflosen inneren Kind zu Hilfe.

In einer „realen Beziehung“ bedeuten obige Annahmen für mich, dass es immer eine Lernbeziehung sein muss, will man nicht irgendwann an die Grenzen des „Beziehungs-Erträglichen“ stoßen … man kann als erwachsene Frau nicht „beliebig weitreichend“ mit einem Jungen eine Frau-Mann-Beziehung leben … und als erwachsener Mann nicht „beliebig weitreichend“ mit einem Mädchen eine Mann-Frau-Beziehung …

Der gegenseitige seelische Missbrauch springt einen förmlich an, stellt man sich die jeweiligen Kindanteile als Kinder aus Fleisch und Blut vor.

Innerhalb dieses Lernprozesses verträgt eine „Beziehung“ nur das an „Freiheit“, was die beiden an Ablösungsprozessen von Mutter undVater bereits durchlaufen sind. Jede „Freiheit“ darüber hinaus gefährdet den unbewusst geschlossenen „Beziehungskontrakt“ des Paares.

Eine junge „Beziehung“ verträgt also meist noch sehr wenig, ich nenn´s mal „äußere Freiheit“, sie braucht noch sehr ausgiebig das „Wir zwei gegen den Rest der Welt“. Die alten, kindlichen Ängste, die hier bei zu viel „Freiheit“ hochkochen, sind noch zu viel für junge Menschen.

Doch im Laufe der Zeit engt dieser „Anti-Angst-Beziehungs-Kontrakt“ die Bewegungsfreiheit so ein, dass sich eine Krise anbahnt. Diese ist der Impuls für den nächsten Ablöseschritt – von Mama und Papa. Das bedeutet in keinem Fall prinzipiell eine „Ablösung“ = Trennung vom Partner!

Nur da, wo die Ablösung von den Eltern vollzogen ist, bin ich in der Lage, wirklich Beziehung zu leben. Nur da sehe ich als Mann in meiner Partnerin nicht mehr ständig die eigene Mutter. Analoges gilt für die Frau.

Wenn beide Partner vollständig abgelöst sind, sagt das wiederum nichts darüber aus, was das Paar dann real miteinander lebt, wie sich die Beziehung der zwei nach außen zeigt, wie also eine „wahre Beziehung zwischen Mann und Frau“ aussieht.

Jede Beziehung ist so einmalig, wie die Menschen, die miteinander in Beziehung gehen. Es gibt keine „allgemein gültige“, äußere Erscheinungsform einer – ich nenn´s mal natürlichen Beziehung.

Beziehung wächst nur aus innerer Freiheit. Sie ist das natürliche Ergebnis in der Begegnung von Menschen, die völlig im Hier und Jetzt leben. Es ist nichts Gemachtes oder Gewünschtes/Gewolltes und schon gar nichts Erzwungenes.

(Kleine) Kinder haben diese Fähigkeit zu natürlicher Beziehung noch und sind hierfür die besten Lehrmeister.

Sie beziehen sich im Kontakt mit Dir ganz und gar auf

DICH!

Von |2015-08-02T22:31:16+02:0002.08.2015|Allgemein|10 Kommentare