Über Klaus Eisenreich

Der Autor hat bisher keine Details angegeben.
Bisher hat Klaus Eisenreich, 170 Blog Beiträge geschrieben.

„Gemeinschaftsmenschen“

Ich glaube nicht, dass es sowas wie „Gemeinschaftsmenschen“ gibt  und solche, die es nicht sind. JEDER Mensch ist seiner Natur nach ein Gemeinschaftswesen.

 

Doch gibt es verschiedene Aspekte, die einen Menschen mehr oder weniger „in die Lage versetzen“, Gemeinschaft wirklich leben zu können oder (eher) nicht.

 

Wie „die Jungfrau zum Kinde“ kam ich das erste Mal zu „Gemeinschaft“, zum gemeinsamen Wohnen über eine spontane Idee und einem „zur Verfügung stehenden“ Haus. Es gab keinen Plan, nur eine Idee und Entscheidungen. Es war eine ausgesprochen lehrreiche, hilfreiche, schöne, lebendige und manchmal „Zum verzweifeln-“ Zeit. REICH war sie alle male, ich möchte sie nicht missen.

Seither lässt mich dieses Thema nicht mehr los. So lebte ich in 2 „Gemeinschaften“, schaute mir etliche an, las und unterhielt mich viel darüber, war in unzähligen Gruppen („temporäre Gemeinschaft“) als Teilnehmer wie als Leiter. Sonst war ich eher viel allein oder in der „typischen Zweier-Gemeinschaft“ … die sicher KEINE ist.

Das wurde mir relativ schnell klar. Sie ist unbewusst oft eher „heimliche Verschwörung“ gegen „Gemeinschaft“ = Familie. Der hilflose Versuch, kindliche Defizite aufzufüllen – mit völlig „veralteten“ und ungeeigneten „Vor-Stellungen“.

 

Was mir in den Jahren „gelebter Gemeinschaft“ klar wurde:

Gemeinschaft braucht ALLE Fähigkeiten und Ressourcen ALLER Mitglieder, es geht also sicher nicht darum, sich „der Gemeinschaft“ aus alten Mustern heraus „anzupassen“, sich klein zu machen und zu verstecken! Im Gegenteil. Fordert „die Gemeinschaft“ dies, ist offensichtlich, dass alte Familiengesetze die „Gemeinschaft übernommen“ haben. Dies so zu belassen bedeutet das Ende dieser „Gemeinschaft“, die dann bereits auch keine mehr war.

Blühen einzelne Mitglieder in einer Gemeinschaft auf, kommen sie also in ihre „ureigenste“ Kraft, ist das für andere, die noch stärker an den „stillen gesellschaftlichen Übereinkünften“ und Familiengesetzen festhalten, eine massive Herausforderung oder unüberwindlich, dies zu akzeptieren UND zu lernen.

Ist es unüberwindlich, eine Lernbereitschaft nicht „gegeben“ für einen Teilnehmer, wird dieser die Gemeinschaft verlassen. Sein innerer Konflikt würde unerträglich, v.a. für ihn.

So habe ich im Folgenden aus meinen Erfahrungen heraus mal zusammengefasst, was ich als wichtigste, Gemeinschaft fördernde und hemmende Aspekte erlebte.

 

 

Was sind Ein-/Vorstellungen, Lebenssituationen, Weltbilder, Sichtweisen, Haltungen, Wünsche … bei Menschen, die das Wachstum von Gemeinschaft meist fördern?

  • „Wunschlos glücklich“
  • Gut für sich selbst sorgen, gut alleine sein können
  • Freude am Lernen/im Zusammensein in Gruppen/mit Menschen
  • Offenheit und Flexibilität bzgl. Neuem
  • Hoher Selbstwert, somit große Konflikt- und Kritikfähigkeit
  • „gesunder“ Umgang mit Aggression
  • sich zeigen, Aktivität (Handeln)
  • Hohe Selbstreflexion und Präsenz
  • Hohes (Selbst-) Bewusstsein
  • Zeit
  • Vertrauen
  • Wunsch nach Gemeinschaft, um von Herzen erfüllt zu geben („gerne wie Opa und Oma dem Enkel“) und mit anderen zu erleben und sein
  • Innere Ruhe, angekommen sein
  • Verstehen und „Kennen“ des „Wertes“ von Gemeinschaft
  • Erfahrungen mit Gemeinschaft und in der „Arbeit an sich selbst“
  • Bewusstheit darüber, wie überaus anstrengend, zermürbend und grenzwertig Gemeinschaftsentwicklung sein kann UND wie zutiefst erfüllend und einfach SCHÖN

 

Was sind Ein-/Vorstellungen, Lebenssituationen, Weltbilder, Sichtweisen, Haltungen, Wünsche … bei Menschen, die das Wachstum von Gemeinschaft meist hemmen?

  • JEDE VORSTELLUNG von Gemeinschaft (noch mehr, wenn sie ohne eigene Gemeinschaftserfahrung  besteht)
  • Überwiegend negative Erfahrungen in der Familie als erste „Gemeinschaft“
  • Der Wunsch nach „Freiheit“ und „Selbstverwirklichung“
  • Feste „Lebensplanung“ (Vorstellung, wie sein Leben verläuft)
  • Karrieredenken
  • Ich muss alles selber machen
  • Misstrauen
  • sich zurücknehmen, Passivität („Abwarten“)
  • Geringer Selbstwert, „Überempfindlichkeit“, somit geringe Konflikt- und (Selbst-) Kritikfähigkeit
  • Flucht vor Aggressionen
  • Getriebenheit
  • Suche
  • In der Arbeit oder etwas ähnlich Zeitbestimmendem „aufgegangen“ zu sein
  • Unverarbeitete Ängste und sonstige Emotionen in Bezug auf Menschen
  • Geringe Lernbereitschaft im Kontakt mit Menschen
  • Geringe Selbstreflexionsfähigkeit (unbewusstes Festhängen in Kindheitsmustern)
  • Geringe (Selbst-) Bewusstheit
  • Geringe (Selbst-) Erfahrung
  • Geringe Entwicklung seiner inneren Ressourcen und Fähigkeiten
  • Brauchen, wollen, wünschen, fordern …
  • Der Wunsch, insbesondere „im Alter“ nicht alleine zu sein
  • Die Idee, dass die Gemeinschaft für einen sorgt („es“ anderen überlassen)
  • Romantische Vorstellungen von Gemeinschaft
  • Leben in „trauter Zweisamkeit“

 

Diese Listen jetzt bitte nicht in Wertungen von „gut und schlecht“ „einpacken“!

Doch muss ich, will ich etwas „Neues anpacken“, einigermaßen wissen, „wo ich bzgl. des Neuen aktuell stehe“. Was meine Fähigkeiten und was meine Defizite dabei sind. Erstere kann ich sofort nutzen, Zweitere muss ich erst „auffüllen“. Dazu braucht es einen Lernprozess.

 

Und so sehe ich einen – wenn überhaupt bestehenden – Weg zu Gemeinschaft entsprechend:

in erster Linie als große bis extreme Herausforderung und als Lernfeld. Alleine für sich und immer wieder mit den anderen.

Das „muss“ man schon wirklich WOLLEN, sich dafür entscheiden. Auch wenn man es vorher – v.a. ohne ausreichend vorherige Erfahrung – gar nicht wirklich absehen kann, WAS man da „will“. Auf was man sich da einlässt.

Oder man ist (völlig) unbedarft.

 

Erst in zweiter Linie kann die Annahme dieser Herausforderung in Annäherung dazu führen, was „Stammsein“ einst in Urzeiten der Menschen mal war. Hierbei sehe ich als erstes die Kinder, die dem „Stammsein“ von „Natur aus geboren“ sehr nahe sind. Und mit ihnen ein wirkliches MIT EIN ANDER von allen und allem.

Mit Freuden und Sorgen, mit Feiern und Alltag.

 

Mehr ist und braucht Gemeinschaft, „Stammsein“ nicht.

Ein mehr ist meist nur Kompensation für „verlorenes Leben“.

Von |2021-07-24T18:37:05+02:0023.07.2021|Allgemein|0 Kommentare

Freiheit, Bindung, Abhängigkeit

Was machte den Menschen der Urzeit aus?

Was wurde anders und für „ungültig“/unwichtig erklärt? Was davon ist wirklich nicht mehr wichtig? Was davon wurde womit ersetzt?  Ist der Ersatz wirklich ausreichend?

Was davon ist geblieben, „gilt“ also wie eh und je? Und ist weiterhin WESENtlich?

Was von Letzterem leben wir noch, was nicht mehr? Was bewirkt wiederum Letzteres?

 

Ein Jungsäugetier ist – noch nicht ausgewachsen – völlig abhängig v.a. vom Muttertier und/oder von der Herde. Selbst wenn das Neugeborene bei Herdentieren unmittelbar nach der Geburt schon laufen kann, wäre es ohne die Milch des säugenden Muttertieres und dem Schutz der Herde dem Tode geweiht. Es ist voll und ganz an Mutter und Herde gebunden, völlig abhängig von ihnen.

Eine junge Gazelle wird auch nicht auf die „Idee“ kommen, sich von „Mama und Herde“ zu entfernen. Es hat einen Instinkt, der es immer in der Nähe von beiden bleiben lässt. So ist das Jungtier über seinen Instinkt stark an die Mutter gebunden.

Genauso ist es die Mutter an das Jungtier, das u.a. durch bestimmte äußere Reize („Kindchenschema“) die Bindung der Mutter an es beständig „erneuert“.

 

BINDUNG ist also bei Säugetieren, wie der Mensch auch eines ist, ein absolut wesentlicher Aspekt. Die Bindung an die Mutter und bei Herdentieren die Bindung an die Herde, an das Rudel. Ohne sie gäbe es kein Überleben. Eine Gazelle hat nicht den Impuls, alleine wie ein Tiger in der Wildnis umherzustreifen.

Beim Tiger ist Bindung nur auf die Zeit der Jungenaufzucht beschränkt. Und doch gibt es selbst beim „einsamen Tiger“ eine weitere Bindung: die räumliche Bindung (Revier) und … irgendwann ist es wieder soweit: Männchen und Weibchen „müssen“ sich treffen, damit es weitergeht mit ihrer Spezies.

 

Die Bindung des Menschenjungen ist dabei extrem: eng wie bei allen Säugern durch die Notwendigkeit des Gesäugtwerdens und wegen des Schutzes … und extrem lang, wie bei sonst keinem Säugetier. Andere Herdentiere sind zudem meist „Nestflüchter“, d.h. sie können kurz nach der Geburt schon (mit der Herde mit-) laufen.

Der junge Mensch kann nichts! Eine größere, insbesondere längere ABHÄNGIGKEIT des Jungtieres von der Mutter (und als Herdentier weiterhin von der Herde) gibt es im Tierreich nicht.

 

 

Wie ist das nun mit dem Aspekt der „FREIHEIT“?

Im Internet wird „Freiheit“ so definiert:

Zustand, in dem jemand frei von bestimmten persönlichen oder gesellschaftlichen, als Zwang oder Last empfundenen Bindungen oder Verpflichtungen, unabhängig ist und sich in seinen Entscheidungen o. Ä. nicht eingeschränkt fühlt

 

Freiheit, so wie der Mensch diesen Aspekt zu „bedienen“ pflegt, gibt es bei Tieren also sicher nicht!

Bei Tieren gibt es keine „Personen“, „Gesellschaften“ (nur die Herde), keine Wertung von Handlungen als „belastend empfundene Bindung, Verpflichtung, Einschränkung …“. Dies leuchtet auch Menschen ein, die sich nicht mit Tieren beschäftigen. Auch sie würden diese Definitionen bei Tieren vermutlich als Unsinn sehen.

 

Wieso ist es dann bei der Spezies Mensch so anders?

 

Es heißt in der Definition von „Freiheit“ „sich nicht eingeschränkt fühlt“!!

Das ist wohl die „heißeste Spur“, warum´s beim Menschen anders ist:

es ist das „Fühlen“ … das keines ist … es ist das DENKEN!

Die „reflektierende“ Möglichkeit des Denkens. Und der daraus entstehenden Möglichkeit, zu werten.

 

Doch wann „fühlt“ man sich eingeschränkt, wann nicht? Das hängt vom Denken über etwas ab, vom Bewerten des Erlebten. So „fühlt“ man sich auch nicht eingeschränkt, man DENKT bzw. WERTET sich eingeschränkt … oder eben nicht. Und fühlt sich dann entsprechend … wohl und ruhig oder unwohl unruhig und suchend.

Das wirkliche FÜHLEN ist Folge des Denkens bzw. der Art des über etwas Denkens, der BEWERTUNG dessen.

 

FREIHEIT“ existiert also in diesem Sinne nicht als etwas in der Natur quasi „objektiv“ Definierbares. Sie ist in diesem Sinn nichts Natürliches.

 

Wenn es denn so etwas wie „Freiheit“ in natürlichem Sinne gäbe, wäre es v.a. die „Freiheit vom Denken“.

Nicht derart, die natürliche Funktion des Gehirns zum Denken (den sogenannten „gesunden Menschenverstand“) nicht mehr zur Verfügung zu haben, sondern von der Art, das Gehirn nicht mehr zum WERTEN zu benutzen. Weil in der Natur alles „gleichwertig“ ist. Auch Tod und Leben sind in der Natur „gleichwertig“, wenn auch das Leben augenscheinlicher, offensichtlicher, „auffälliger“ ist!

„Gleichwertig“, weil ALLES innerhalb eines Gesamtgeschehens „seinen Platz“ hat.

So hat selbst in menschlich-logischen Maßstäben gedacht ALLES den gleichen „Wert“, wenn ALLES in der Natur einen „SINN“ hat. Und das hat es! Wobei man auch hier schon wieder an die nächste Grenze stößt:  was bedeutet „Sinn“?!

Vielleicht ist es klarer zu sagen:

ALLES ist gleichwertig, weil alles innerhalb einer festen Ordnung (incl. von „Veränderungen“) stattfindet, die, um bestehen zu können, auch ALLES braucht.

 

 

Diese Ordnung hat der Mensch schon lange zu verändern, zu kontrollieren versucht. Über Wertungen in (für ihn) „gut“ (= „angenehm“) und „schlecht“ (= „unangenehm“).

Diese Wertungen sind das Ergebnis jahrhundertelanger „Übung“ im „Kopfverdrehen“ … mit all den „selbstgefälligen“ oder angstgesteuerten Bildern und „Storys“ menschlicher Mythen.

Und so verloren wir die „Freiheit vom Denken“, das SEIN außerhalb unserer „selbstgefälligen“ Mythen. Mit denen wir uns selbst jedoch wahrlich keinen Gefallen taten …

 

Die „Freiheit vom Denken“ hat jedes Tier, jedes Baby … nicht so mehr der „ausgewachsene“ Mensch, der innerhalb menschlicher Mythen aufwächst. Der „denkt und wertet“ sich bald unfrei.

Daher kann auch generell nur der Mensch unfrei „sein“. Seine „große Denkfähigkeit“ benutzt er hier ausschließlich als Fluch.

Ein Segen bleibt aus.

 

Also:

Sich unfrei denken macht unfrei.

Nicht (sich unfrei) zu denken/werten macht/lässt frei!

 

Das ist auch schon alles.

Viel zu vereinfacht …?

Ja, das kann man so denken … 🙂 … dann wird´s auch sicher komplizierter …

 

 

So sind wir als „freiheitsliebende“ Menschen besonders unfrei!

Ich sage lieber weil der Sache näher:   besonders verletzt!

Was natürliche BINDUNG und die diesbezüglich von den „ausgewachsenen“ Bezugspersonen verursachten Störungen anbelangt.

 

All das, was einst diese Aspekte in ganz natürlicher Weise bedeuteten, ist nicht mehr (natürlich):

– das Kind wird über die ganz natürlich starke Bindung an Mutter und Vater „gezwungen“, Defizite der Eltern auszugleichen (zu versuchen); starke Störungen bei den Eltern führen dazu, dass diese das Kind über diese starke Bindung regelrecht als „Kompensationsmittel“ benutzen und missbrauchen. In jedem Fall entstehen (erneut) „Bindungsstörungen“ …

– die ganz natürliche Abhängigkeit des Kindes von Mutter und Vater wird durch die Bindungsstörungen spätestens in der Pubertät als übermächtige Einengung seines völlig natürlichen „Freiheits“impulses (= Ablösung!) erlebt; eine völlig unnatürliche Form von „Freiheitsliebe“ entsteht

 

Doch ist „Freiheitsliebe“ nichts weiter, als eine nicht vollzogene ABLÖSUNG. Die zu vollziehen inzwischen auch (zeitgeschichtlich, „gesellschaftlich“ und auch mit steigendem Alter) ausgesprochen schwierig geworden ist.

 

„FREI“ kann ich mich also erst fühlen, denken, meinen … tatsächlich „sein“, wenn ich mich INNERHALB des natürlichen Rahmens von Freiheit, Abhängigkeit und Bindung „frei bewegen“ kann.

Dem RAHMEN (und ein Rahmen bedeutet eben NICHT „absolute Freiheit“!!),  der meinen natürlichen Gegebenheiten als Homo sapiens entspricht. Auch wenn Menschen sich gerne einbilden, von ihrer „primitiven“ tierischen Natur frei zu sein …

 

Alles andere ist der Versuch, unnatürliche Zustände zu kompensieren.

 

Leider macht der Mensch das schon Jahrtausende:

unnatürliche Zustände „herstellen“, die er dann ständig zu kompensieren gezwungen ist.

 

Das ist sehr traurig. Weit weg vom LEBEN.

 

Ich werde mich durch diese „Einsichten“ aber nicht davon abhalten lassen, LEBEN wieder zu lernen …

Im Gegenteil, mein Verstehen ist mir hier eine große Hilfe, immer wieder meinen Kurs korrigieren zu können, den ich – als genauso von „Mythen und all seinen Störungen“ Betroffener – auf meiner Reise zu mir immer wieder verliere …

 

 

Von |2021-07-24T18:38:19+02:0022.07.2021|Allgemein|0 Kommentare

Sein Leben gehen

Seit die Stämme längst verblühten

Lebt das Menschentier in wahr

Weit verstreut und oft in Einsamkeit

Reichtum, Macht und andre Mythen

Einst der Mensch gebar

Gauckeln vor ihm Stammes Wir und Einigkeit

 

Jedes Kind, es spürt die Lüge

Leidet still, doch weiß es nicht …

… und der Mythos es verbiege

Bis sein Herz in Teile bricht

 

Lange schon geh´ ich mein Leben

Wozu immer auch allein

Will inzwischen nicht mehr geh´n

Der Menschen Mythen toter Wege

Die bequem und eben

Stehlen mir mein SEIN

 

Allzu vieler Füße Schritte

Auf den immer selben Wegen

Lassen bald nicht mehr erkennen

DEINES Lebens wahren Segen

Und es geht für all´ verlor´n

Was mit DIR allein

LEBEN hat gebor´n

 

Deiner Seele Lieb´

Deines Herzens Freud

Deines Wesens Schöneheit

Lebensblüte aller Ewigkeit

 

Meist entfernt von diesen Wegen

Hinterlass´ allein ich eine Spur

Querend durch die Wildnis weilend

Ist sie kaum und kurz zu sehen nur

 

Höre vieler Stimmen Lärm

Doch bleibt starr ihr Blick

Eng gebündelt auf den Wegen

Sehnsucht zwar in alle Fern´

Weiter blind das Aug´ für SEIN

Daneben

 

Angst im Abseits

All´ der vorgetret´nen Wege

Ganz allein sich zu verlier´n

Kannst nur durch der Mythen Tage eilen

Doch nie wirklich LEBEN spür´n

 

Weiter geh´ ich manchen Schmerzens

Und auch voller Glück allein

Freu mich über Deines Herzens

Mit dem mein´ zusammen SEIN

Von |2021-07-24T18:38:47+02:0021.07.2021|Allgemein|0 Kommentare

Wenn Mutter Erde spräche …

… würde ich gerne ihre Stimme hören und verstehen können. Das, was sie mir (und uns) sagt.

Auch wenn das vielleicht nicht so wie zwischen Dir und mir geht, weiß ich doch, dass sie spricht! Das sie mit uns  kommuniziert.

Das sehe ich wohl nicht alleine so …

🙂

Kommunikation (Austausch von Informationen, Gefühlen u.a.) ist – ganz offensichtlich in der belebten Natur, doch wohl letztlich im gesamten Universum – eines der grundlegendsten Dinge überhaupt.

Ob jetzt in Form menschlicher Sprache oder Schrift (und der Formen ihrer Verbreitung), tierischer Laute, Gestik, Mimik, chemischer „Boten“- und Duftstoffe, spezieller Verhaltensweisen und  vieler anderer, vielleicht sehr viel subtilerer Möglichkeiten …

 

Jede „Kommunikationsaufnahme“ beinhaltet dabei als für mich wesentlichste Aspekte immer

  • einen Ab-Sender
  • einen Empfänger
  • einen Inhalt (die „sachliche“ Information), der der Absicht des Ab-Senders gemäß entsprechend „moduliert“, beaufschlagt und angepasst ist (die „Botschaft“)
  • eine (u. U. auch völlig unbewusste oder nicht in menschlichem Sinne gemeinte) Absicht des Ab-Senders, die sich auf den Empfänger richtet
  • einen Focus des Empfängers, stark bedingt durch den Inhalt und dessen Wertungen und  eine entsprechend stark beeinflusste …
  • Deutung des Inhalts durch den Empfänger
  • eine Wirkung

 

Wenn also unser von den Indianern liebevoll „Mutter Erde“ genannte „Erdball“ dies auch kann,  Kommunikation „betreiben“, WAS (Inhalt) spricht die Erde (Ab-Sender) grad? Und zu WEM (Empfänger)? Und WOZU (Absicht)? Was sind die Wirkungen dieser Botschaften? Und entsprechen beide der Absicht des Ab-Senders?  Auf welche Weise blickt der Empfänger darauf (Focus)?

 

Was also könnte unser aller Mutter, vielleicht auch in Wechselbeziehung mit Vater Sonne gerade zu kommunizieren versuchen?

Ich beziehe mich dabei v.a. auf den weiterhin „wirkenden“ Virus in seiner vielleicht bald „bevorstehenden“ neuen Form und die aktuellen Sturzfluten.

 

Ich bin so frei … und würde mich sehr über weitere Interpretationen (mit vielleicht demselben Schema) freuen! Es geht mir nicht um „die Wahrheit“, sondern um Tendenzen aus dem, was Menschen fühlen, wirklich wahrnehmen. Um ein Sammeln vieler Beobachtungen, Erfahrungen, „Einfühlungen“ … Wie bei einem Pow Wow, einer Zusammenkunft von Indianern, um gemeinsam etwas den Stamm betreffend Wesentliches zu „besprechen“. Es geht mir also auch hier um Kommunikation.

Ich versuche im Folgenden phänomenologisch vorzugehen, mich also anhand des „Beobachtbaren“ entlang zu hangeln. In Bezug auf die oben genannten Aspekte.

Mein „Beobachtbares“ entstammt dabei lediglich Internetrecherchen und ist somit alles andere als fundiert.

Ich beziehe mich ausschließlich auf den Empfänger Mensch, denn nur wir können so massiv auf alles einwirken. Ich gehe also davon aus, dass v.a. unsere „globalen Handlungen“ inzwischen Wirkung zeitigen, was „natürlich“ (v.a. in einer Ausschließlichkeit) nicht so sein muss.

Tiere (und Pflanzen) leben im Grunde seit jeher in gleicher, natureingebundener Art und Weise und dürften nur ihrer naturgemäßen Art und Weise nach wie eh und je auf Mutter Erde einwirken. Also immer in „ABSPRACHE“, in unmittelbarer INTERAKTION und KOMMUNIKATION, also WECHSELWIRKUNG mit Mutter Erde.

Und nachdem ich mich in erster Linie auf den nun schon lange wirkenden Virus und die aktuellen Sturzfluten (und weitere Naturphänomene) beziehe, nehme ich Mutter Erde als Ab-Sender.

Die letztendliche „Botschaft“ ist dann beabsichtigt meine völlig subjektive und „frei interpretierte“ Sicht der Dinge (genau die würde ich auch von Euch wissen wollen!). Letztlich ist „natürlich“ alles interpretiert.

 

Also …

 

Ab-Sender:

Mutter Erde (in Wechselbeziehung v.a. mit Vater Sonne)

Empfänger:

Menschen

Inhalt:

Virus, Sturzfluten u.a. Naturgewalten

Absicht:

v.a. „Korrektur“ menschlicher, nicht in natürliche Prozesse eingebundener Verhaltensweisen

Focus:               

  1. Angst und Bedrohung
  2. Eigenes Überleben, Angehörige und weitere Menschen
  3. Grundbedürfnisse (Essen, Trinken, Schlafen)
  4. Hab und Gut
  5. Erschütterung/Verlust des eigenen Weltbildes/des gewohnten Rahmens („fassungslos“)

Deutung:

keine, Unheil, Katastrophe, Bestrafung, „Ich muss dagegen etwas tun“

Wirkung:

Virus

– „mulmige“ Gefühle bis massive Ängste (Bedrohung)

– weltweite Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus´(Abwehr der Bedrohung)

– massive Einschränkungen im Alltag, von Kultur und Erholung

– zunächst Zusammenhalten, mehr Miteinander, Hilfe

– dann Hamsterkäufe (nach mir die Sintflut), vermehrt „Angstbeißer“, Suche nach Schuldigen

– später Verdrängung, Resignation, Aggression

 

Sturzfluten

– der donnernde Lärm des Wassers warnt und verängstigt die Menschen

– Lebensgefahr, alles geht rasend schnell, die Menschen sind völlig unvorbereitet und werden von den Ereignissen einfach überrollt, Menschen sterben v.a. durch Ertrinken und erschlagen werden

– Das Wasser der Flüsse (und Stauseen) zerstört Staumauern und alle anderen, menschengemachten Eindämmungen und Hindernisse (z.B. Häuser, Straßen, Brücken)

– Flüsse holen sich mit brachialer Kraft ihren natürlichen Verlauf zurück und fließen – wenn nicht erneut eingedämmt – wieder ihrer natürlichen Flussdynamik entsprechend

– Mobilisieren des instinktiven Überlebenstriebes: selbst überleben

– Mobilisieren des instinktiven Herdentriebes: andere retten

– massive Welle von Zusammenhalt (Menschen im nahen Umfeld): Anteilnahme, Einfühlsamkeit, Hilflose nicht alleine lassen, einfach helfen (wollen) …

– Solidarisierungswelle (Menschen ohne unmittelbaren Bezug): Hilfsgüter, Spenden, aktive Hilfen vor Ort …

– Auftauchen erster „Nutznießer“ (z.B. Gaffer und Plünderer)

– weitere Hilfen, alles wird wieder aufgeräumt, viele Menschen sind aus dem „gut deutschen Bürgertum“ gefallen

– ?

 

Botschaft:

– ich bringe Euch weiterhin viele große und kleine Helfer, um Euch neue Sichtweisen zu vermitteln; schonen werde ich Euch in Eurem menschengemachten Sinn dabei nicht, der Tod ist keine Bestrafung oder Ähnliches, wie ihr Euch das zurechtlegt. Er ist völlig natürlicher Bestandteil des Lebens und ihn vermeiden zu wollen, ist Unsinn. Doch ist meine Absicht sicher nicht, Euch zu vernichten, zu maßregeln oder sonstige, nur Euren Ammen-Märchen entsprungenen Bilder wahr werden zu lassen

– ich zerstöre irgendwann Eure Bauten „naturgemäß“, wo ihr meinen Flüssen keinen Raum lasst oder sie aufstaut

– Ihr könnt mich auf Dauer nicht eindämmen

– Ihr könnt nicht dauerhaft  gegen mich leben, sonst bringe ich nur noch Elend und Zerstörung für Euch. Nicht, weil das mein Weg mit Euch ist – schließlich habe ICH EUCH hervorgebracht: LEBEN, LIEBE und SCHÖNHEIT sind mein Weg und nicht Zerstörung und „Hässlichkeit“, wie ihr das nennt. All das ist in weitem Maß die WIRKUNG EUERES Handelns in mir

– Schaut mal von einer anderen Warte aus auf die Geschehnisse, wechselt Euren Standpunkt; versucht es wenigstens … die Wirkungen Eurer unnatürlichen Handlungen in mir sind – auch aus Euren sehr unnatürlichen Wertmaßstäben heraus – bisher noch immer sehr milde

 

 

 

Ich freu mich über Deine Sicht der Dinge!

Herzlich

Klaus

 

 

 

 

 

 

 

Von |2021-07-18T13:04:33+02:0018.07.2021|Allgemein|0 Kommentare

Stammsein und Mythos

Dasein und Leben in einem Stamm, Stammsein … ein weiterer Mythos …?

… oder tief eingeschriebene Biologie und WESENsnatur der Spezies Homo sapiens?

 

Als unbeschriebenes Blatt erblickt das Menschenjunge, ein Baby „das Licht der Welt“ … was immer auch dieses „Licht beleuchtet“.

Geboren in den Slums von Mexico City wird des Babys Auge, seine Ohren, seine Nase, sein gesamtes, überaus feines, äußeres und inneres energetisches Wahrnehmungssystem Gestank, Grausamkeit, Mord und Totschlag, Brutalität, Angst und hinter allem tiefste Armut, den Kampf ums blanke Überleben wahrnehmen.

So ist die Welt also“, wird es „denken“ …

 

Das Baby in den reichsten Kreisen dieser Erde geboren, sieht Glanz und Glorie, Reichtum, Sauberkeit, Luxus, Macht und materielle Grenzenlosigkeit.

So ist die Welt also“, wird es „denken“ …

 

Das Baby in Japan oder China lernt wohl v.a. alles über Arbeit und Disziplin.

So ist die Welt also“, wird es „denken“ …

 

Das Baby im Kriegsgebiet erlebt Angst und Schrecken, Tod, Verstümmelung, Leichen, Hunger, Gestank, Schmerz und abscheulichste Grausamkeiten.

So ist die Welt also“, wird es „denken“ …

 

Das Baby in Deutschland erlebt überwiegend Wohlstand, Arbeit, „Ordnung“, ein Heim mit Familie und „Freiheitsdenken“.

So ist die Welt also“, wird es „denken“ …

 

Wohl fast alle Babys dieser Welt erleben v.a. Geld als DAS Anstrebenswerte … also HABEN und BESITZEN … oder eben nicht, dann ständig WOLLEN.

So ist die Welt also“, wird es „denken“ …

 

Ich „dachte“ als Baby, die Welt sei ein Ort der Bedrohung durch Menschen … denn so erlebten es meine Eltern im Krieg und „strahlten“ dies weiterhin aus.

So ist die Welt also“, „dachte“ ich …

… und isolierte mich später sehr weitgehend von Menschen und Gesellschaft …

 

All diese Babys waren zunächst völlig frei von Wertungen dessen, was sie erlebten. Auch die Bewertungen lernten sie erst von den „Großen“.

All das speicherten sie mehr und mehr als Erfahrungen ab und griffen auch beim Größerwerden weiterhin auf diese Erfahrungen zurück.

So ist Lernen und auf das Gelernte zurückgreifen die ganz natürliche Biologie aller (insbesondere Säuge-) Tiere, dort, wo sie nicht auf angeborene Instinkte zurückgreifen können … und das kann das Menschenjunge auf fast nichts.

Daher sind Babys und Kinder so hilflos UND zugleich so unglaublich lernfähig.

Wir Menschen brauchen also von Natur aus extrem viel Erlerntes, um später als „Große“ in der Welt leben zu können.

 

Und so greifen wir auch später weiterhin ausschließlich auf das von uns Erlernte und Bewertete zurück. Worauf sonst sollten wir auch zurückgreifen?! Wir haben schlicht und ergreifend nichts anderes!

 

Es ist AUSGESPROCHEN schwer und anstrengend, das Alte in seiner Eignung überhaupt nur mal in Frage zu stellen. Dies hat nämlich den Verlust von Halt, zumindest ein kräftiges Wackeln des einzigen Weltbildes zur Folge. Was wirklich Neues – das insofern dem Alten meist „entgegengesetzt“ ist – ins „System“ aufzunehmen, ist noch zigmal herausfordernder und wird schnell als extrem „erlebt“/bewertet.

 

„Alleine gelassen“ wird das „System“ zuverlässig und vollautomatisch weiterhin auf das „Altbewährte“ zurückgreifen. Ganz gleich, ob es vielleicht in neue Kleider gehüllt wurde oder „offensichtlich Altes“ ist.

 

Vom Mythos von Geld, Macht, Staat, Wohlstand, Fortschritt, Zivilisation und ähnlichem „in ein Stammsein überzusiedeln“, hat ebenfalls locker das Zeug dazu, neuer Mythos zu werden … um dem alten zu entfliehen.

 

Bevor nicht grundlegende, innere Transformationsprozesse in einem stattgefunden haben, ohne „aus dem Alten heraus gestorben zu sein“, wird man also die Welt der Mythen niemals verlassen können.

Solange die Raupe sich weigert, in ihrer aktuellen Daseinsform zu „sterben“ und dabei eine Zeit lang als undifferenzierte Zell-Soße völlig hilflos im Gefängnis der Puppe ausgeliefert zu sein, wird sie sich niemals als Schmetterling erheben und der letztendlichen Erfüllung entgegen fliegen.

 

Innerhalb von Mythen, ganz gleich wie gekleidet, wird Transformation niemals stattfinden. Denn genau die Erfindung der und das Glauben an Mythen brachten uns ja von natürlichen Prozesse ab.

Wir weigerten uns fortan, „natürlich zu sterben“. Und Transformation ist eine natürliche Form von „Sterben“. Wir nahmen „das Leben“, die Entscheidung über „Leben und Tod“ lieber selbst in die Hand. Vor allem bei anderen.

 

Und doch spüren auch innerhalb der Mythen viele Menschen – vielleicht erst reich an Jahren – eine „still-heimliche“ Sehnsucht nach einer „Ur-Geborgenheit“ in sich. Meist ist es eine kindliche, das Ergebnis all der Defizite als Kind.

Doch auch der „Große Mensch“ hat diese biologische Natur, sein WESEN als „Rudeltier“. Und das lebte Ewigkeiten in Stämmen mit anderen zusammen, miteinander.

 

Diese „still-heimliche“ Sehnsucht wird sich auf keiner Ebene jemals von selbst erfüllen. Schon gar nicht, wenn ich sie im Außen suche.

Gäbe es tatsächlich noch einen „Menschen-WESENS-Stamm“, könnte niemand in ihm verweilen, der selbst noch Raupe ist.

Die Transformation, die Metamorphose von der Raupe zum Schmetterling geschieht IMMER und AUSSCHLIESSLICH individuell.

Diese Herausforderung ist in unserer isolierten Welt gewaltig, sehr viel schwieriger, als damals mit Unterstützung eines Stammes, seiner Ältesten und all der Stammesweisheit.

Diesen lebensgefährlichen Weg ging der Mensch schon immer alleine … auch in Stämmen … oder niemals.

 

Erst danach kann der Mensch seiner biologischen Natur entsprechend wieder als Stammeswesen SEIN und leben.

Bis dahin muss er – wohl oder übel – weiterhin den Mythen folgen.

 

 

 

 

Von |2021-07-16T09:56:14+02:0016.07.2021|Allgemein|0 Kommentare

Der Mensch und der Tod

Der Mensch ist die einzige Spezies, die irgendwann begann, dem Tod den Krieg zu erklären.

In welcher „Verpackung“ auch immer, ob mit Medizin (physischer Tod), mit Religionen (seelischer Tod), über Wirtschaftswachstum gekoppelt mit Technologie („Wissens- und Wohlstands“-Tod), über Politik („Gesellschafts-/Kollektiv“-Tod) …

 

All diese „Institutionen“ kämpfen ihren Slogans nach zu urteilen „für ein lebenswertes Leben“, für Gesundheit, körperlich, seelisch, intellektuell, sozial … doch letztlich kämpfen sie alle GEGEN den (entsprechenden) Tod …

 

Dem „geistigen“ Tod, dem Tod von „Weisheit“, dem “tiefgehenden Verständnis von Zusammenhängen in Natur, Leben und Gesellschaft“, wurden damit gleichzeitig Tür und Tor geöffnet … hier herrscht tiefstes Mittelalter und schlimmer:

beständiger Rückschritt.

 

Ausgerechnet die intelligenteste Spezies kommt auf die dümmsten Ideen, die je geboren waren und sein werden.

Die Überheblichkeit, „Narzissmus vom Dümmsten“, die letztlich dahinterstecken, also zu glauben, „es besser zu wissen“ (als Milliarden Jahre Evolution), ist an (unbewusster) Hässlichkeit nicht zu überbieten.

 

Ja, „natürlich“ stellt sich da die Frage:

wie kann eine Milliarden Jahre währende Evolution eine so überbordend dumme Spezies entwickeln? Quasi „Dummheit in höchster Vollendung“?

Tja, dazu müsste man wissen, „wer“ oder „was“ dahinter steckt … vielleicht wäre es dann zu verstehen … das liegt aber nicht in unserem „Empfangsbereich“ …

 

 

Ich weiß nicht, ob man das „hochrechnen“ kann, doch wär´s einen Versuch wert, wie viele Menschen durch „menschliche Hilfen gegen den Tod“ um´s Leben kamen, ob physisch, psychisch, seelisch, geistig, sozial … selbst intellektuell … und wie vielen Menschen „menschliche Hilfen“ tatsächlich ihre „entsprechenden Leben“ jeweils wirklich retteten …

… die Zerstörung natürlicher Prozesse ist dabei noch nicht mitgerechnet …

 

Ich würde wetten, dass wir als „Gutmacher“ gegenüber natürlichen Prozessen noch schlechter als miserabelst abschneiden  würden …

Dass durch genau diesen unseren vielschichtigen Kampf gegen den Tod dieser also seither sehr viel mehr und noch mehr Einzug hält … in menschengemachter „Ausprägung“ …

Doch nach „rein ökologischen Gesichtspunkten“ wird irgendwann – wenn wir nicht mehr kompensieren können – wieder die Natur übernehmen, der „Tod in seiner Natürlichkeit“ … den ich persönlich der menschengemachten Form vorziehe …

Längst noch sind seine Fanfaren nicht wirklich zu hören … zu „erahnen“ schon … ist es soweit, dass sie den Trompeten von Jericho gleich hörbar werden, werden all die Staumauern menschlicher „Zivilisation“, die Bollwerke gegen den Tod fallen … und der Tod wird sein Werk wieder „natürlich verrichten“ … quasi „natürlich tödlich sein“ …  incl. aller „Korrekturen“ menschlicher „Verbesserungen“ …

Um das abzuleiten, braucht man nicht unbedingt eine Paranoia, keine Weltuntergangsstimmung und keine Verschwörungstheorie … manchmal reicht auch nachdenken, nachfühlen, sich damit beschäftigen … 1 und 1 konnte wohl auch der Steinzeitmensch schon zusammenzählen … und er WOLLTE zählen: sein Leben hing noch sehr unmittelbar davon ab … wir „verrechnen“ uns lieber, unser „Nicht-Tod“ hängt davon ab … hoffen wir zumindest … doch nicht die Hoffnung stirbt zuletzt, es ist die Dummheit …

 

Mir geht´s hier weder um „Weltuntergang“ noch um „Rettung der Welt“. „Evolution“ bewahre … auch nicht darum, meinen mir vereinzelt nachgesagten misanthropen Zügen zu frönen.

 

Meine Motivation, das zu schreiben, ist sehr viel „primitiver“:

Es schmerzt mich jedes Mal zu erleben, wie v.a. Kinder unter den Auswirkungen unserer Dummheit (meine eingeschlossen) leiden.

 

 

Um hier überhaupt etwas „rück-verändern“ zu können, brauch´ ich als Grundvoraussetzung ein Mindestmaß an Bewusstheit über meine Dummheit.

 

Ist ersteres schon schwer – weil wir v. a. unsere eigene Dummheit nicht gerne sehen wollen, das greift das Ego nämlich massiv an, braucht das zweite, die Bereitschaft zu wirklich WESENtlichen Veränderungen, zu „Einschnitten im Leben“ noch extrem viel mehr Entschiedenheit.

 

Ab einem gewissen Punkt geht´s wohl nur noch weiter „back to the human roots“, wenn „natürliche Liebe“, das, was uns WIRKLICH als menschliche Wesen ausmacht, wieder unser Fühlen und Handeln leitet … und die „natürliche Liebe lebt mit dem Tod“ … als Teil des LEBENS. Nicht als sein Widersacher.

 

 

Der Tod ist ungeachtet all des schon lange währenden, menschengemachten Kampfes gegen ihn geblieben. Seine Präsenz, die Angst vor ihm ist sogar gewachsen. Der Tod steht „energetisch“ längst an erster Stelle im Leben der Menschen.

Das Leben jedoch, LEBEN ist dem Menschen seither mehr und mehr „entschwunden“ und steht nur noch an zweiter Stelle …

 

Von |2021-07-11T12:43:16+02:0011.07.2021|Allgemein|0 Kommentare

Fühlung aufnehmen

Kürzlich las ich in einem Buch von Osho den Ausdruck „Fühlung aufnehmen“, als Möglichkeit, „den Kopf aus dem Spiel zu lassen“.

Ich suchte zuvor schon eine Zeit lang nach einem für mich passenderen Wort für „begegnen“, da in diesem „gegen/Gegner“ enthalten ist. Ich landete irgendwann bei „nahe kommen“, doch erst Oshos „Fühlung aufnehmen“ fühlte sich gut und stimmig für mich an.

 

Dann war ich wieder mal „in Gesellschaft“, zweimal mit einer Einzelperson und einmal mit mehreren, und konnte sehr bewusst erleben und beobachten, wie das ist, „in Gesellschaft Fühlung aufzunehmen“:

häufig nahezu unmöglich!

 

„Meine“ Mythen und Muster greifen am schnellsten in „Gesellschaft mit mehreren“.

Doch auch da, wo ich mich inzwischen v.a. mit einem einzelnen Menschen relativ weit außerhalb meiner Mythen bewegen „darf“/kann, also wirklich „Fühlung aufnehme“, geschieht nichts „außerhalb“ der Mythen, wo sich nicht auch der zweite Mensch außerhalb seiner Mythen bewegen „darf“. Dann „geschieht halt gar nichts“, es fühlt sich schal an, tot. „Gut für nichts“.

Sind mehrere „in Gesellschaft“, wird es schwerer und schwerer für mich,  „Fühlung aufzunehmen“ … abhängig davon, wieviel „Verbots-Energie“ dafür in der jeweiligen „Gesellschaft“ wirkt.

 

Mir wird mehr und mehr bewusst, wie die ewig selben Mythen – die kollektiven, sowie die individuell erscheinenden – all unsere Räume, in denen wir „Fühlung aufnehmen“ könnten/wollen, fest in ihren Händen halten. Dabei sind die „individuellen“ Mythen lediglich Variationen des kollektiven Mythos´ und alles andere als individuell.

 

Wir nehmen in Gesellschaft kaum mehr Fühlung auf, wir „be-Gegnern“ oder „betütteln“ uns. Wir vermeiden uns. In der eher männlichen oder eher weiblichen Variante von Vermeidung.

So lernen wir es von klein auf. Selbst bei „meinen“ noch wirklichen (Grundschul-) KINDERN, die im vis á vis noch viel „Fühlung aufnehmen“, ist das nicht mehr zu übersehen.

 

Raum, um „in Gesellschaft“ wirklich „Fühlung aufzunehmen“, ist im kollektiven Mythos nicht nur nicht gewünscht, sondern verboten und wird bei Nichteinhaltung mit sofortigen Sanktionen beaufschlagt:  mit sofortiger Wirkung aus genau dieser Gesellschaft.

Die perfekte Kontrolle über Menschen! Sie kontrollieren und sanktionieren sich gegenseitig selbst – „hier und jetzt sofort und gleich an Ort und Stelle“. Der Mythos macht´s möglich.

Es würde viel Freiheit und Möglichkeiten bedeuten, würde man wirklich wieder „Fühlung aufnehmen“. Ob zu zweit oder unter mehreren. Das kollektive Verbot dazu lässt also darauf schließen, dass Macht, Lenkung, Ausbeutung, Versklavung als typisch menschliche „Errungenschaften“ dahinter stehen.

So erstickt ein „Fühlung aufnehmen in Gesellschaft“ augenblicklich im Würgegriff kollektiver Vorgaben, die kein Abweichen erlauben.

Selbst wenn längst keine machtgierigen Einzelpersonen mehr hinter dieser Kontrolle stehen, der Mythos bleibt bestehen, er erneuert sich von selbst – durch UNS – und ist jederzeit „abrufbereit“ … sollte doch wieder mal ein Einzelner auf die Idee kommen …

„Der Staat“ und alle andere „Institutionen“ nutzen diese Konditionierungen dabei ständig.

ANGST ist dabei DAS „Mittel der Wahl“.

 

Freiheit, Spiel, Spontaneität, Wachstum, Würde, Schönheit, Zärtlichkeit, Liebe … all das, was das WESEN Mensch ausmacht, stirbt dabei Stück für Stück ab.

 

Ich werd´ weiter „Fühlung aufnehmen“ …

 

 

 

 

Von |2021-07-10T07:59:26+02:0010.07.2021|Allgemein|0 Kommentare
Nach oben