Stille der Ewigkeit

Immer öfter erlebe ich es
Dass Menschen
Die meinen Weg kreuzen
Und wir so ein Stück gemeinsam geh´n
Sehr bald wieder abbiegen
Ob Außen oder Innen
Ich kann es so gut verstehen
Noch mehr fühlen
Nachvollziehen
Und was mich einst sehr geschmerzt hätte
Bleibt jetzt völlig ruhig und in Frieden
Etwas – so tief in mir – hat „begriffen“:
Leben ist kommen und gehen
Nichts daran ist falsch
Für niemanden
Alles ist in Ordnung so
Und hindert nie Dein Glück
Je mehr ich mich auf meinem Weg erlebe
Umso mehr nehme ich einfach nur noch wahr
Und es bleibt ruhig in mir
Nichts regt sich
Ein seltsames Gefühl
Verwunderung, Erstaunen
Das Bedürfnis zu verändern
Zu machen und zu tun
Schrumpft mehr und mehr …
… zurück bleibt ein einzig´ Bedürfnis:
Zu GEHEN
Meinen Weg
Alles was ihn kreuzt
Gehört zu mir und meinem Leben
All das verändert und korrigiert
Manchmal unwahrnehm- und unvorhersehbar
Meinen Weg
Den ich einfach nur
Weiter zu gehen brauche
Alles andere geschieht „von selbst“
Es spielt keine Rolle
Wohin er führt
Nur
Wie ich mich auf ihm bewege
So geh ich einfach
Nur noch weiter …
… und komm doch selbst
Nie an ein Ziel
Das Ziel
Das ich nicht wissen kann
Kommt jeden Augenblick
Ganz DA und hier
Vielmehr zu mir
Kalt, nass und windig
Verhüllt in Düstergrau
Zeigt sich der Wonnemonat
In seinen Knospen
Wie schön es ist
Was für ein Geschenk
In meiner warmen Höhle
Bei einer Tasse Kaffee
Verweilen zu können …
*
Nicht nur das Wetter
fühlt sich kalt und ungemütlich an
Das kollektive Feld
Füllt sich offensichtlich
– wieder mal –
mehr und mehr
Mit Milliarden all der
Alten und verdrängten
Ängste der Kindheit
Lässt die Menschen beißen
Streiten, sich gegenseitig
Beschuldigen und bekämpfen
Lässt sie Krieg führen
Gegen EINander
Sie wollen sich festhalten
An einer „Lösung“
An der „Rettung“
Die zu wissen sie glauben
Oder zumindest sich erhoffen
Sich festhalten
An einem großen Papa
An einer großen Mama
Die sie zugleich bekämpfen
Uneins, chaosgetrieben bis panisch
Sich der Unsinnigkeit ihres Tuns
Nicht mehr bewusst
Vernebelt und verblendet
Ihr Bewusstsein
Getrübt bis blind die Sicht
In der Ängste aufsteigender
Nebel und Rauschwaden
Erinnert es an Schlachtfelder
Nicht nur aus „schlechten Filmen“
Auf denen nur noch
Rauch und Krähen in Bewegung sind
Düster, schwarz und kalt die Szenerie
Das Verstummtsein all der Tausende
Die noch kurz zuvor
Die Welt belebten
„Sinnlos“, lieblos, leben-los, alles – los
Wirkt dies Geschehen
– Weiterhin alleine –
In der Welt der Menschen
Tödlicher als jeder Meteorit
Aus fernen Welten
Obwohl ein „Sinn“ dahinter liegt
Will es denn „verstanden“ sein
Stellt sich die Frage nach diesem nicht
Nicht wirklich
Keiner Antwort Inhalt
Wird den Mensch in Liebe bringen
Nur der Tod ihn aus
Der Lebens-Liebens-Losigkeit
Erretten?
Reißen?
Zwingen?
Befreien?
….. ?
Wie immer es beliebt …
*
Ich lege noch ein Stückchen Holz
In des Lebenswärme speisenden Feuers Ofen nach
Und freue mich
Einfach zu SEIN
*
Eingehüllt in Liebe
Kann selbst der Ängste stärkster Orkan
Die Flamme Deines Herzens
Nicht zum Erlöschen bringen
Weiterhin erhellt und wärmt sie Dich
Und jeden neben Dir
In kalten Zeiten
Es ist nicht „die Welt da draußen“
Die Wärme oder Kälte bringt
Liebe oder Grausamkeit
Es ist die Welt in Deinem Herzen
Die Du selbst erschaffst
Und die darüber entscheidet
Welche Energie Dir im „Außen“
Kalt und hart entgegenschlägt
Oder Dich herzlich empfängt
Nur in DEINEM Herzen
Fällt die Entscheidung
Entscheidest DU
Über Liebe oder Grausamkeit
„da Draußen“
Es sind sowohl die Liebe Dir selbst gegenüber
Als auch die Grausamkeit Dir selbst gegenüber
– ganz gleich, ob bewusst oder bewusstlos –
Die im „Außen“ Gestalt annehmen.
ALLES, wirklich ALLES hat seinen Ursprung
In DEINEM Herzen
… schlagen höher und höher … bäumen sich auf … um letzten Endes wieder in sich selbst zusammenzubrechen … ungenutzt ihre Energie, aus Angst vor dem „Zusammenbruch“ oder dafür genutzt, ihn aufzuhalten zu versuchen … doch folgt jedem Wellenberg unweigerlich ein Tal, bei hohen Wellen ein „Zusammenbruch“.
Es ist zurzeit diese winzige Lebensform, die es schafft, solch hohe Wellen in „unserer Welt“ als Menschen zu schlagen, deren Höhe am „Ende“ eher ein „in sich selbst zusammenbrechen“ vermuten lässt.
Und das fürchten wir Menschen, sehen es ausschließlich als Bedrohung.
Doch nicht dieser Virus bedroht uns Menschen. Das sind nur wir selbst. Nur wir selbst sind unsere eigene und einzig wirkliche Bedrohung. Ausschließlich und ausnahmslos.
Dieser Virus zeigt uns nur unseren Umgang mit – wenn auch oft schmerzlichen, jedoch im Grunde immer heilsamen Krisen, Heilungsprozessen.
Und mit der „Königin der Ängste“:
Der Angst vor dem „persönlichen Untergang“, vor dem „eigenen Tod“, dem Tod der „Persona“. Vor „meinem“ Tod.
Dem Tod des Teiles in uns, der sich im Laufe der Evolution „plötzlich seiner selbst bewusst werden konnte“. Und so auch seinem „Ende“.
Seither schwingen die Schergen der Angst ihre Peitschen. Und sie treffen mit äußerster Präzision.
Und doch sind sie nicht „vom Himmel gefallen“. Ein Kind kennt sie nicht. Erst die „Erwachsenen“ „bringen sie ihnen bei“. Durch das Versäumnis, durch die Unfähigkeit, den Verlust der Fähigkeit, WIRKLICH GUT, liebevoll und natürlich für die Kinder zu sorgen. Sowohl für die aus Fleisch und Blut, als auch für die, die sie aus ihren eigenen Kindertagen noch immer in sich tragen.
Dieses „ganz natürliche DA sein“ für Kinder ist in den von Menschen gemachten „Systemen“, die auf völlig konstruierten Mythen beruhen, auch nur sehr schwer und beschränkt möglich.
Und doch hat der Mensch diese Ängste erschaffen. Nur er kann sie auch wieder „auflösen“. Er allein. Jedes Individuum nur ganz alleine für sich.
Nur DU ganz alleine für DICH!
Nichts und niemand wird Dir „Rettung“ bringen (können). Wenn Du nicht selbst es tust. Die „Rettung“ ist immer ganz nah bei Dir. Du trägst sie IN Dir.
Sich innerhalb seiner Ängste als Kind zu bewegen bedeutet einen Spießrutenlauf entlang all der verschiedenen Formen von Ängsten, die mir als Kind „beigebracht“ wurden. Und ihre Schergen stehen an allen Ecken und Enden. Du entkommst ihnen nicht. Ganz gleich, wo Du Dich gerade befindest: eine Peitsche wird Dich immer treffen.
So lange Du versuchst, dem Bewusstsein über diese Ängste, über den Schmerz ihrer Peitschen auszukommen, bist Du ihr Sklave. Sie peitschen Dich dorthin, wohin sie Dich haben wollen. Und Du wirst folgen, um dem Schmerz zu entkommen.
So folgst Du dorthin, wohin sich der Mensch schon seit langem in seine lebensfeindlichen Mythen hinein begeben hat. Abgetrennt vom „Großen Ganzen“, vom Fluss der Liebe. In dem der physische Tod nicht als Feind er- und gelebt wird und so auch keine Ängste bedingt.
Will ich diese Sklaverei verlassen, so muss ich mich den Peitschen meiner Kindheit ganz bewusst gegenüberstellen. Bei völligem Bewusstsein sein und bleiben, wenn wieder eine Peitsche zuschlägt, hinein bis in die letzte Tiefe. Die Peitsche bewusst wahrnehmen, spüren, ihre Dimension für ein KIND, die für mich als Kind von damals WIRKLICHE Dimension ERFAHREN. Und diese Dimension ist wirklich „fürchterlich“, schrecklich und grausam!
So lernst Du, mehr und mehr für dieses Kind DA sein zu können. Ihm beizustehen, für es zu sorgen. Es zu lieben und zu halten in all dem Schrecken und Elend. Ihm zu geben, was es auch damals schon gebraucht hätte … und was ihm diese Mythen noch niemals gegeben haben. Im Gegenteil: sie nahmen ihm schon immer ALLES!
So fallen die Peitschen langsam ab … und die Welt und das Leben liegen offen vor Dir … Du bist FREI … ANGEKOMMEN … IMMER und ALLERORTS… ganz gleich, was im „Außen“ ist.
INNEN bist Du in Frieden, im Glück, geborgen und behütet. Zuhause. Nichts kann Dir wirklich „geschehen“.
Das ist, was Leben wirklich IST. Es ist wie ein Kind. Von all den menschengemachten Scheußlichkeiten weiß es nicht …
Immer schon war „Kontakt“ mit Menschen Thema für mich.
Ich liebte es als Kind, wenn ich unter Menschen war, die gemütlich und friedlich beisammen saßen, Kaffee tranken und redeten. Es vermittelte mir ein Stück Heimat, Wohligkeit und Geborgenheit.
Zugleich spürte ich – als Kind noch sehr unbewusst, rein intuitiv – „irgendwie“ immer, dass diese Menschen (auch) etwas „verheimlichten“, NICHT SAGTEN, obwohl ich es so deutlich in mir spüren konnte. Oft passte das Gesagte auch nicht so wirklich zu dem, was ich fühlte.
Am stärksten „beaufschlagt“ in solchen Situationen war ich dabei wohl durch die Kriegsängste (=Angst vor „bösen“ Menschen) meiner Eltern.
Es waren v.a. die Worte bzw. deren Gebrauch, was mich so „durcheinander“ brachte.
All dies löste ein immer mehr werdendes Gefühl von Unbehagen in mir aus. Was mich später „Zusammenkünfte“ immer mehr meiden ließ.
Und es waren wieder v.a. die Worte, die mich dann selber mehr und mehr in diese „eigenartige Ausprägung von Kontakt … Begegnung … miteinander reden …“ hineinzogen.
Eine Lösung fand ich nicht. Das Unbehagen blieb.
Nur langsam begriff ich dieses „Zusammenspiel“ von Menschen über Muster, Wirklichkeiten, Mythen, Ängste, Emotionen, Vermeidung, Vorstellungen, Wünsche, Programme, Verhaltensweisen … und WIE wenig frei dies Ganze ist.
Das stärkste Mittel, um dieses „Zusammenspiel“ aufrecht zu erhalten, war und blieb dabei immer das „WORT“. Ob nun gedacht, gesagt, geschrieben, gelesen …
Schweigen „hilft“ in dem Ganzen partiell, Reden auch …
Doch beide machen per se weder mehr, noch weniger … ja, was …?! … welches Wort „stimmt“ hier … ?!
„Begegnung, Verbindung, Kontakt, Liebe …“ … sind zu vorgeprägt … zu vorbelastet …
Ich erschaffe jetzt ein neues Wort und nenne das, was ich oben zu beschreiben versuchte, „Anfüsat“ … es heißt „das Anfüsat“, das Verb dazu ist anfüsalen … (so ähnlich hat´s mit all diesen Wörtern mal begonnen, die Produktion wurde dann nur eingestellt … 🙂 )
Ich musste/durfte eine lange, „internationale“ und voll spannende Reise unternehmen, um ein Wort zu finden, das mir klanglich gefiel und zu dem Dr. Gockl wirklich gar nichts fand … in den meisten Kreationen fanden sich Namen (meist arabische 🙂 ), Städte, Firmen oder Wörter anderer Länder … und WO ich nicht überall gelandet bin … 🙂
Und doch ist Anfüsat weitaus schwieriger zu finden und zu leben, als ein Wort dafür zu kreieren …
Also, was fördert ANFÜSAT … Du weißt jetzt zumindest ungefähr, was ich meine …
Es war wieder „Kontakt“ mit anderen Menschen, der mir heut in der Stille der Morgendämmerung dazu verhalf, ein Stück tiefer gehen (verstehen) zu können im Umgang mit diesem für mich nach wie vor so „unguten und destruktiven Zusammenspiel“ …
… „mein Gehirn erinnerte mich“ an die Biologie der Zelle, an die Fähigkeit der Zelle, entscheiden zu können, was sie einlässt und was nicht … über ihre semipermeable = halbdurchlässige Membran!
Oder besser gesagt: selektiv durchlässige Membran … eine Art Filter.
Worte, die Mustern und Programmen entstammen, besitzen keine „innere Wahrheit“ … sie verzerren die Wirklichkeit und ver/zerstören v.a. die Natürlichkeit der Kinder …
… über diese Worte „verbreiten“ sich alte Muster und Programme, sie ermöglichen kein Anfüsat, sie verhindern es …
Ich werde mir jetzt also mal eine wortwirksame, selektiv durchlässige Membran überstülpen und forschen … 🙂
Ob ich dadurch mehr Anfüsat finde, weiß ich nicht … doch wird es in jedem Fall dem Jungen in mir gut tun …
Spaß hat er schon jetzt daran … 🙂
In stilleschwang´rer Nacht
Vernehme ich
Die Stimme der Liebe
Schönheit
Kristallen klar
Rein wie Luft und Wasser
Ew´ger Zeiten
Geborgenheit, Ruhe und
Tiefster Frieden
Hüllen mich ein
In seidenweiche Gewänder
Und schenken mir
Tiefstes Glück auf Erden
Hier BIN ich
Hier IST alles
Hier ist ALLES
Getragen und geführt
Von Liebe
In kosmischer Ordnung
Nichts getrübt
Nichts ohn´ Fried´
Bar jeder Not
Das Paradies auf Erden …
… daraus vertrieben oft
In Tages ewiger Geschäftigkeit
In Tages blinder Destruktivität
Im Mythos von
Sicherheit und Wohlstand
Reichtum und Macht
Recht und Gesetz
In der Illusion
„Menschlicher Ordnung“
Die – Lichtjahre entfernt
Der kosmischen Ordnung
Und der Liebe
– nur noch romantisch entstellt –
Eine völlig reale Existenz
Abspricht
Denn weithin verloren ist die Fähigkeit
Sie wahrnehmen zu können.
Wie auch soll ich
Den Vogel singen hören
Im furchtbaren Lärm
Der kollektiven Geschäftigkeit
Er schmerzt den Ohren
Gewohnt
Den Vögeln zu lauschen
Und der Stille der Nacht
Die wahrzunehmen nur vermag
Wer selbst ganz leise ist
In sich
Es ist Deine Stille
In der Du zuhause bist
In der Dein Platz ist
Gemeinsam mit allen
Die Stille hören
Und leben
Ich höre Dich
In Deiner Stille
Die meine ist
Und unser aller
Ich höre Euch
Noch im Gelärm
Des kollektiven Wahnsinns
Wenn ich selbst
In Stille BIN und bleibe
Vor allem höre ich
Der Kinder feinster Stille
Die am schwersten
Zu vernehmen ist
Obgleich am klarsten zu erkennen
Weil mit Abstand
Die leiseste aller Stillen
Die tiefste aller Stillen
Die reinste aller Stillen
Lässt Du Dich in diese fallen
Löst sich jeder Mythos auf
Und Du landest
In der puren Existenz
Die Liebe ist
Glück und Elend
Liegen endlos nah
Und doch getrennt
Von endlos Weiten …
Schatten ziehen über das Land
Die Schergen der Angst
Sind ihre Begleiter
Allgegenwärtig
Und seit „Menschen-Denken“ immer da
Eingesperrt in tiefe Verliese der Kindheit
Brechen sie sich wieder mal Bahn.
Niemand will sie haben
Niemand will sie seh´n
Doch die Leichen der Kindheit
Niemals
Ohne Dein Zutun vergeh´n
So groß der Schmerz
Sie tief die Pein
Frönst Du der Lüge
Lässt Dich selbst allein
Die Gebäude der Menschen
Steh´n auf Kinderleichen
Im Keller ihr Dasein sie fristen
Und auf ewig nicht weichen
So steig´ hinab
Zu Dir in den Keller
Bleib ganz bei Dir
Reich dem Kinde den Teller
Mit Nahrung zu wachsen
Mit Licht um zu seh´n
Gib ihm die Hand
Und hilf ihm zu geh´n
Füge Dich ein
In des Lebens Lauf
Lieb´ und behüte Dein Kind
Die Schatten der Angst
Sie lösen sich auf