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Über Klaus Eisenreich

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Bisher hat Klaus Eisenreich, 207 Blog Beiträge geschrieben.

Filmtipp

Wer früher stirbt..
„Wer früher stirbt ist länger tot“, so heißt der Film von Marcus Hausham Rosenmüller.
Der Film handelt von einem Jungen in Oberbayern, der auf seine eigene Art und Weise lernt, in einer rauhen und doch Heimat gebenden Männerwelt groß zu werden. Ein Film, bei dem man sich vor Lachen ausschütten kann und einem im nächsten Augenblick das Lachen im Halse stecken bleibt. Und umgekehrt.
Muß man gesehen haben!

Literatur Inneres Kind und Männer

Für alle, die sich erst einmal lieber lesend einem Thema nähern wollen, hier eine kleine Zusammenstellung von Büchern für Männer und zum Thema Inneres Kind, die ich wirklich an´s Herz legen kann.

INNERES KIND
Aussöhnung mit dem Inneren Kind Das Kind in uns
von links nach rechts: Chopich u. Paul, Aussöhnung mit dem Inneren Kind / John Bradshaw, Das Kind in uns

MÄNNERBÜCHER
"Eisenhans" Männer auf der Suche Die Kraft der männlichen Sexualität

von links nach rechts: Robert Bly, Eisenhans / Steve Biddulph, Männer auf der Suche / Schröter u. Meyer, Die Kraft der männlichen Sexualität

Ebenso an´s Herz legen kann ich das Bücherg`schäft, bei dem Sie diese Bücher erhalten, kompetent beraten und freundlich bedient werden.

Von |2006-09-12T22:06:15+02:0009.09.2006|Literatur und Infos|0 Kommentare

Seminar: Frag´einen Baum und Du kriegst Antwort!

Das Seminar am SA den 2. September begann für mich bereits um 6 Uhr in einer schönen Begegnung mit „Rita“. So nennt die Nachbarin unser unglaublich vertrautes „Dobl-Reh“. Rita stand mit ihrem halbwüchsigen Kitz unweit meiner Haustüre und äste ruhig. Wie gewohnt kostete sie mein Auftauchen gerade mal ein müdes Kopfschütteln, um sich sodann gleich wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung zu widmen. Was konnte ein schönerer Start sein für ein Seminar, bei dem man Antworten in der Natur sucht? So erhielt ich die erste Antwort für dieses Seminar: „Ich bin gut aufgehoben“!

* * * * *

Das Wetter verwöhnte uns mit Wärme und Sonne, beste Voraussetzung für´s ziellose Schlendern durch die herrlichen Wälder in der Umgebung und um einen „Baum zu fragen“…wonach auch immer.
Doch zunächst schlenderten die 6 Seminarteilnehmer erst einmal per Phantasiereise querfeldein durch die Lande. Ziellos, nur den inneren Impulsen und der Neugier folgend waren fast alle Teilnehmer das letzte mal als Kind durch Wald und Heide gezogen. So brauchte es zuerst wieder ein wenig Übung, die wir sozusagen erst einmal „im Trockenen“ ausführten.
Seminarraum m. Karten u. Matratzen
Nach einer „Tönen-und-Trommeln-Runde“ zum „Einstimmen“ der Gruppe erzählte bei der Kennenlernrunde jeder Teilnehmer ein wenig über sich und seine Motivation hier zu sein.
Am Ende einer für die meisten zu langen Theorie und Einführung in die Methodik ging´s endlich nach draußen.
Angestrengt durch das viele Reden und Zuhören ließen wir unsere Inneren Kindern erst mal zu ihrem Recht kommen. Mit einem Spiel für die ganze Gruppe und Vertrauensübungen zu zweit. Ordnen auf Baumstamm Blind Führen im Wald
Auch für mich als Zuschauer war es ein Genuß: ein traumhafter Wald, das glitzernde Sonnenlicht, das nur punktuell den Waldboden erhellte und Menschen die Spaß daran hatten, sich mit verbundenen Augen gegenseitig zu führen.Augen verbinden
Mitspielen wär natürlich schön gewesen…
Erst dann ging´s zur Naturbefragung. Die Teilnehmer hatten sich zuvor ihr momentan wichtigstes Lebensthema vergegenwärtigt. Jetzt kristallisierte jeder – jeweils paarweise – eine Frage zu diesem Thema heraus. Einmal Begleiter und einmal Fragender schlenderten nun die Paare hinaus.
Für mich blieb momentan nicht viel zu tun, außer immer wieder mal nachzufragen. Doch die „Inneren Kinder“ waren bereits voll im Spielen und bedurften keiner „Unterstützung“.
So verwunderte es mich nachher nicht mehr, dass jedes Paar so seine eigenen Spielregeln entwickelte, sein eigenes Spiel entstehen ließ und eben auf SEINE Weise mehr oder weniger Antwort auf seine Fragen fand. Die TeilnehmerInnen hatten die Aufforderung wirklich wörtlich genommen und sind IHREN inneren Impulsen gefolgt, nicht so sehr meinem Schema.
Interessant bei der Auswertung fand ich, dass der DIALOG im Paar sehr viel zur Beantwortung der Fragen beitrug. Und dass dieser Dialog durch das gemeinsame Spiel im Freien stark angeregt wurde! Eine Methode bei „sprachlosen Partnerschaften“, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen?!?
Mir wurde deutlich, dass nicht so sehr die Methode wesentlich war, wie man denn nun da draussen vorgehen könnte, um eine Antwort zu erhalten. Wesentlich waren vor allem das gemeinsame Draussensein, das sich einlassen auf seine Intuition und seinen Spieltrieb, also das sich treiben lassen und der im Spiel entstehende Dialog.
Das anschließende gemeinsame Essen und Ratschen rundete das Ganze ab. Andrea hatte extra für alle Salat und Cremes vorbereitet. Danke Andrea!
Ich sage auf diesem Weg noch einmal allen TeilnehmerInnen herzlich Danke für Euer Euch einlassen, für Euere Feedbacks, für Euere Offenheit und Herzlichkeit. Ich bin sehr glücklich darüber, meinen „Feuerlauf“ mit EUCH gemacht zu haben. Es war ein schöner Beginn für mich.
Der Wunsch einiger Teilnehmer nach einer gemeinsamen Gesprächsrunde von Männern und Frauen ist in mir auf starke Resonanz gestossen. Erste konkrete Ideen für gemeinsame Aktionen auf dem „Tummelplatz“ sind bereits daraus geboren.

* * * * *

Ich hatte noch einiges loszulassen und nachzuarbeiten. So war das Seminar für mich erst Montag frühmorgens ganz abgeschlossen. Rita äste wieder mit ihrem Kitz keine 10 m von mir weg: „Ja, ich war tatsächlich gut aufgehoben gewesen“. Danke Rita für den Hinweis, danke Euch „Naturschlenderern“ für Euer Dasein, danke den Kräften für den guten Stern, unter den sie das Seminar stellten.

Männer, Kritik und Entscheidungen

Auf welche Weise ist es wirklich förderlich, Kritik zu üben? Generell und speziell bei uns Männern?

Ich frage nicht zuletzt aus eigener Erfahrung. Ich weiß um meine eigene Empfindlichkeit und die vieler anderer Männer gegenüber Kritik. Wurden wir doch schon als Jungen angehalten, ja nix verkehrt zu machen und wenn, es nicht zuzugeben. So bin ich beim Kritisieren meist vorsichtig, zurückhaltend und sehr um Verständnis bemüht. Und sehr ängstlich, manchmal abwehrend und um meinen Selbstwert ringend beim Kritisiertwerden.

Wichtige Aspekte bei diesem Thema sind die Schonhaltung und die Kritikfähigkeit.
Aus Angst vor unangenehmen(aggressiven) Reaktionen „schonen“ sowohl Männer als auch Frauen die Menschen, die empfindlich auf Kritik reagieren. Das heißt, sie sprechen nicht aus, was ihnen auf dem Herzen liegt. Hier fehlt beiderseits Kritikfähigkeit.
Kritikfähigkeit ist aber Voraussetzung für Veränderungen, Lösungen, Verbesserungen.

Wie kann also Kritik so (wohlwollend) gestaltet werden, dass sie auf fruchtbaren Boden fällt?

Vielleicht sollte man auch ein anderes Wort dafür (er-)finden? Viele fühlen sich schon alleine durch dieses Wort angegriffen. Vielleicht wäre das Wort „Aussprache“ geeigneter. Denn darum geht es eigentlich: auszusprechen, womit man mit einem oder mehreren Menschen in einer bestimmten Situtation Probleme hatte.

Ganz wesentlich sehe ich dabei, was die Innere Haltung desjenigen ist, der mich kritisiert. Will er mich nur beschuldigen und verurteilen oder sucht er ehrlich nach einer Lösung in unser beider „Beziehungsstörung“? Dahinter steckt wohl die kindliche Angst, ob „Mama“ oder „Papa“ mich auch noch lieben, wenn ich etwas „falsch“ gemacht habe. Vielen wird diese Angst nicht fremd sein.

Ich sehe es als ein sehr wichtiges, weil ganz alltägliches Thema, das am liebsten umgangen wird. Nicht nur in den Beziehungen, auch am Arbeitsplatz, unter Freunden, in Männergruppen. Schade!

Steinformation und Erdsitz
„Stein des Anstosses“ war ein geplanter Ausflug, der eigentlich per Boot auf der Moldau nach Krumau gehen sollte. Mit Zelten und Lagerfeuer.
Die Idee war geboren. Doch die Umsetzung war sehr schwierig und anstrengend. Das Ergebnis war ein schöner Wanderausflug an der Ilz.
Ilz an der Schrottenbaummühle Paul, Tom und Mane beim Wandern Tom im Boot Paul und Mane, Schrottenbaummühle
Nachträglich wurde klar, woran es gelegen hatte, dass die Geburt so schwer war: mehrere von uns Männern waren nicht wirklich ent-schieden für diese Paddeltour. Nach und nach stellte sich das raus, was von Anfang an da war. So veränderte sich langsam sowohl die Anzahl der Männer, wie auch der Inhalt unseres Ausfluges.

Als die Ursache für dieses Problem sehe ich es an, nicht zu wissen, was man wirklich will!
Und wer kennt diesen „Zustand“ nicht? Ich denke es liegt daran, dass wir schon als Kind verlernt haben, zu wollen weil wir „nicht wollen haben dürfen“! Das ist für mich der tiefere Zusammenhang zu so manchem unentschiedenem Verhalten. Und wenn man nicht wollen darf, darf man auch nicht nein sagen.
So trifft man zu schnell halbherzige „Entscheidungen“, weil man einerseits noch nicht wirklich weiss was man will, andererseits andere nicht „enttäuschen“ will! Gerade in Gruppen spielt dies oft durch die stark mitreissende Gruppendynamik eine wesentliche Rolle.
Hätten die „Unentschiedenen“ gleich gespürt, dass sie gar nicht wirklich mitwollten und einfach Nein gesagt, wäre die Geburt um ein Vielfaches einfacher und frustärmer gelaufen.
So braucht es meiner Meinung nach einerseits genügend Zeit für den Entscheidungsfindungsprozess, andererseits irgendwann eine definitive Ent-Scheidung, unabhängig davon, inwieweit ich mir wirklich klar darüber geworden bin, was ich will oder nicht.

Das ist es, was ich mir wünsche:
Meine eigene Ent-schiedenheit und ent-schiedene Männer und Frauen die JA und NEIN sagen dürfen! Und Ent-Scheidungen aus ganzem Herzem treffen. Und das ist erlernbar.

Ich hoffe nun, das sich keiner der betroffenen Männer angegriffen fühlt und wenn doch, mir ehrlich mitzuteilen, worin er einen Angriff erlebt. Ich bin am Lernen! 🙂 Danke!

Von |2006-09-09T18:17:33+02:0029.08.2006|Männerwerkstatt|2 Kommentare

…und allem Anfang wohnt ein Zauber inne!

Dieses Zitat von Hermann Hesse beschreibt am besten meine Gefühle beim Aufbau meiner therapeutischen Praxis hier an diesem wunderbaren Ort im „Dobl“.
Ich freue mich sehr, Sie heute mit meinem ersten Beitrag einladen zu dürfen, „Dem Leben zu folgen“.
Dies wäre ohne die „Schubkraft“ meiner Coachin, Alexandra Graßler, mit Sicherheit nicht möglich gewesen. Dafür sage ich Dir ein ganz herzliches DANKE, liebe Alexandra!
Martin Unverdorben hat mir die technische Umsetzung dazu ermöglicht. Ein ganz herzliches DANKE, lieber Martin!
Ganz besonders Danken möchte ich meiner „Reisebegleiterin“ Marion, die mich durch Ihre ständige Unterstützung und ihr „da sein“ bei den unendlich vielen Arbeiten immer wieder aufgebaut hat. DANKE Marion!
Last but not least danke ich meinen 2 wunderbaren Töchtern, Maria und Ronja, die mein Leben mehr bereichern als alles andere in meinem Leben. Danke, liebe Maria! Danke, liebe Ronja!

Noch vor 3 Monaten wusste ich nicht, was eine Weblogseite ist, heute schreibe ich meinen ersten Beitrag darin.

Meine „Praxis für Systemtherapie“ habe ich im Februar 2006 gegründet und bin seither beständig daran, sie aufzubauen.
Als wichtiges Instrument zur Information und zum Austausch dient mir diese Homepage.

Die Besonderheit der Weblogseite – des „Blogs“ – ist, dass Sie, liebe Leser, in diesem Blog Kommentare zu meinen Beiträgen schreiben können.
Und dazu lade ich Sie gleich einmal ganz herzlich ein! Ich freue mich über fachliche Kommentare genauso wie über ganz persönliche.

Was früher auf dem Dorfplatz ausgetauscht wurde, wird heute mehr und mehr auf dem Blog „getratscht“. Der „Dorftratsch“ ist keineswegs negativ zu bewerten – solange er wohlwollend geführt wird. Er dient ursprünglich dem für soziale Systeme so lebenswichtigen Informationsaustausch, der Kommunikation. Für alle lebenden Systeme gilt: versiegt die Kommunikation, versiegen die Beziehungen, das System zerfällt!
So gibt es gar einen therapeutischen „Dorftratsch“, das „Reflecting Team“. Hierbei werden der Therapeut und der Klient von „Zuschauern“ während der Therapie begleitet. Die „Zuschauer“ erzählen – bei Anwesenheit von Therapeut und Klient, was ihnen alles aufgefallen ist, sie „tratschen“ – natürlich wohlwollend und wertschätzend – über die beiden. So können neue und wichtige Informationen für den therapeutischen Prozess gewonnen werden.
Also „tratschen“ Sie mit, natürlich auch gerne hier im „Dobl“ bei einer Tasse Tee oder Kaffee.
KlausWeblog2.jpg
Ich freue mich auf SIE!

Klaus Eisenreich

Von |2006-08-14T22:18:50+02:0014.08.2006|Freude|10 Kommentare
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